11.11.2012 Dominik Schertel

Deutsche Telekom nach Zahlen: Analysten uneins

-%
Deutsche Telekom
Trendthema

Die Deutsche Telekom hat in der abgelaufenen Handelswoche Zahlen zum dritten Quartal präsentiert. Analysten haben dies zum Anlass genommen, ihre Einschätzungen zum DAX-Werten überarbeiten – mit unterschiedlichem Ergebnis.

Unter dem Strich verlor die Telekom aufgrund massiver Wertberichtigungen für T-Mobile USA im dritten Quartal 6,1 Milliarden Euro. Gleichwohl wurden die Jahresprognose und die frühere Dividendenzusage von 0,70 Euro je Aktie für 2012 von der Konzernspitze erneuert. Analysten reagieren gemischt auf das Zahlenwerk.

Kaufen, halten oder verkaufen?

Die Experten der Exane BNP Paribas bleiben bei ihrer neutralen Einschätzung zum DAX-Wert. Die Resultate für das dritte Quartal hätten zwar die Erwartungen übertroffen, der Fokus am Markt liege aber vielmehr auf dem Investorentag im Dezember, erklärt Analyst Mathieu Robilliard. Das Kursziel sieht der Experte bei 10,00 Euro.

Das Gros der Analysten teilt die neutrale Einschätzung Robilliards zur Telekom-Aktie. Neun der 38 Analystenhäuser raten hingegen zum Verkauf, während 14 zum Kauf raten. Einer davon ist Normura-Analyst Frederic Boulan. Der Experte hebt die starke strukturelle Stellung des Mobilfunkgeschäfts im Heimatmarkt und die klare Fokussierung des Managements auf die Restrukturierung hervor. Sein Kursziel lautet 10,30 Euro.

Aktie abgestraft

Die Aktie der Deutschen Telekom stand in den vergangenen Wochen erheblich unter Druck. Das Papier ist dabei unter die Unterstützung bei 8,40 Euro gerutscht. Bei 8,30 Euro befindet sich eine weitere markante Marke. An der grundsätzlichen Einschätzung des AKTIONÄR hat sich nach Zahlen nichts geändert, allerdings sollten Anleger den ausgegebenen Stoppkurs bei 7,50 Euro im Auge behalten.   

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4