13.05.2019 Fabian Strebin

Deutsche Pfandbriefbank: Das sollten Anleger jetzt tun

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Deutsche Pfandbriefbank
Trendthema

Die Deutsche Pfandbriefbank wartet heute mit Zahlen zum ersten Quartal auf. Diese fielen gemischt aus. Während man beim Gewinn überrascht und auch das Neugeschäft rasant zulegt, gab die Marge bei den neuen Geschäften nach. DER AKTIONÄR erklärt, was Anleger jetzt tun sollten.

Der Vorsteuergewinn blieb mit 48 Millionen Euro auf Vorjahresniveau, Analysten hatten nur mit 46,8 Millionen Euro gerechnet. Im ersten Quartal wurden unter dem Strich mit 40 Millionen Euro eine Million Euro mehr als vor einem Jahr verdient. Trotz spürbarer Abstriche im Neugeschäft peilt Vorstandschef Andreas Arndt für 2019 weiterhin einen Vorsteuergewinn von 170 bis 190 Millionen Euro an.

Schwächelndes Neugeschäft

In der gewerblichen Immobilienfinanzierung konnte das Neugeschäft um 12 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro gesteigert werden. Die durchschnittliche Bruttomarge in dem Bereich sackte jedoch auf 1,3 Prozentpunkte zusammen, nachdem sie ein Jahr zuvor noch 1,55 Prozentpunkte erreicht hatte. Das Management begründete das mit einem hohen Anteil von sehr risikoarmen Verträgen. „Für das zweite Quartal erwarten wir durch eine andere Zusammensetzung des Neugeschäfts eine deutliche Verbesserung unserer Neugeschäftsmarge", sagte Bankchef Andreas Arndt.

Mit einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von 4,9 Prozent steht die Bank zwar besser da als die Deutsche Bank und die Commerzbank. Der Konkurrent Aareal Bank kommt aber auf 5,5 Prozent. So viel erreichte der Konzern vor einem Jahr. Die harte Kernkapitalquote ist mit 18,8 hingegen leicht gestiegen und liegt über der Kennzahl der Aareal Bank mit 16,7 Prozent.

Begrenztes Kurspotenzial

Die Zahlen der Pfandbriefbank gehen in Ordnung. Im Vergleich zum Gesamtsektor ist die Aktie beim KGV und beim KBV unterbewertet. Aufgrund des schwierigen Branchenumfelds und der Rally seit Jahresanfang sind hier zunächst aber keine großen Sprünge mehr zu erwarten. Einzig die Dividendenrendite von über acht Prozent erscheint attraktiv.