8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
15.02.2019 Markus Bußler

Deutsche Bank straft Barrick Gold ab!

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Barrick Gold

Die Aktie von Barrick Gold hatte nach Bekanntgabe der Übernahme von Randgold Resources im vergangenen Herbst eine beeindruckende Performance auf das Parkett gezaubert. Bis zum Jahresende kannte die Aktie praktisch nur eine Richtung: die nach oben. Doch zum Jahresanfang kam die Rallye etwas ins Stocken. Jetzt melden sich zwei Analystenhäuser, TD Securities und Deutsche Bank, zu Wort und stufen Barrick ab.

Die Argumentation von TD Securities und der Deutschen Bank ist praktisch identisch: Investoren sollen darauf warten, dass Barrick seine langfristige Strategie vorlegt, bevor sie wieder in die Aktie investieren. Kurzfristig würden die Kurstreiber für das Papier des (noch) weltgrößten Goldproduzenten fehlen. Aus diesem Grund reduzierten beide Analystenhäuser ihr Anlageurteil von „kaufen“ auf „halten“. Greg Barnes, Analyst bei TD Securitites, glaubt, dass die Investoren Geduld mitbringen müssten, während die Chefetage den Plan ausarbeitet und im weiteren Jahresverlauf veröffentlicht.

Chris Terry, Analyst bei der Deutschen Bank, war von den Ergebnissen für das vierte Quartal genauso wenig begeistert wie vom Ausblick auf das laufende Jahr. Aber er erklärte, er möge die langfrisige Entwicklung des Geschäfts bei Barrick Gold. Dennoch: Auch sein Anlageurteil lautet kurzfristig nur noch „halten“.

DER AKTIONÄR kann sich dem nicht wirklich anschließen. Dass 2019 ein Jahr der Transformation für Barrick Gold wird, dürfte niemanden überraschen. Die Integration eines Konzerns wie Randgold Resources kostet Zeit und ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Dazu hat Barrick einen neuen CEO und mit ihm scheint auch eine neue Unternehmenskultur Einzug halten. Doch all das weiß der Markt mittlerweile. Operativ dürfte Barrick keine allzu großen Probleme im laufenden Jahr haben. Dazu könnten Verkäufe von Assets die Bilanz weiter aufbessern. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Meinung: Anleger, die an ein Comeback des Goldmarktes glauben, sollten den Rücksetzer bei Barrick eher als Chance sehen.