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18.09.2019 DER AKTIONÄR

Deutsche Bank: Nicht schon wieder...

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Ungewisse Restrukturierung, anhaltende Niedrigzinsen, eine abflauende Wirtschaft - und jetzt noch ein Strafverfahren der Europäischen Zentralbank. Damit hat die Deutsche Bank zu kämpfen, die nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung verbotenerweise zwischen 2014 und 2017 eigene Anleihen mit dreistelligen Millionenbeträgen zurückgekauft hat.

Zwei Jahre später will die Bankenaufsicht gegen den Verstoß vorgehen. Laut Verordnung können solche Transaktionen mit Strafen in Höhe der Doppelten daraus entstandenen Gewinne geahndet werden. Da bislang noch keine genaueren Informationen vorliegen, ist unklar, mit welchem Betrag die Deutsche Bank rechnen muss.

Unabhängig von der tatsächlichen Strafzahlung kostet das Fehlverhalten erneut Reputation. Als verantwortlich gilt der heutige Strategiechef Alexander von der Mühlen. Damals im Amt des „Chief-Treasuers“ war er für die Refinanzierung der Bank zuständig. Das Zurückkaufen der eigenen Anleihen sollte zu einer Bilanzverbesserung und einer Reduzierung der Verschuldungsrate führen – leider erfolglos. Die Bilanz verschlechterte sich zwischen 2014 und heute um knapp 20 Prozent.


Deutsche Bank (WKN: 514000)

Dennoch hat das deutsche Bankhaus momentan andere Sorgen. Eine klare Trendwende lässt weiter auf sich warten, zu schwer sind die wirtschaftlichen Umstände. Hinzu kommen interne Baustellen, die sich durch den geplanten Stellenabbau nur teilweise beheben lassen. DER AKTIONÄR rät weiterhin langfristig ausgelegten Anlegern an der Seitenlinie zu warten. Für Trader hat sich das Bild allerdings zuletzt mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie aufgehellt.

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