18.09.2014 Andreas Deutsch

Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Behaltet euer Geld!

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DAX

Die neuen Geldspritzen der Europäischen Zentralbank zur Ankurbelung der schwachen Kreditvergabe stoßen nicht auf sonderlich großes Interesse. Die Aktien der deutschen Banken gehören am Donnerstag zu den Favoriten an der Börse.

Wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt bekannt gab, wollen die Geldhäuser des Euroraums auf frisches Zentralbankgeld in Höhe von 82,6 Milliarden Euro zurückgreifen. Das ist viel weniger, als Bankvolkswirte im Vorfeld erwartet hatten. Bei deutlich voneinander abweichenden Einzelschätzungen lagen die Markterwartungen im Schnitt bei 150 Milliarden Euro. Analysten waren enttäuscht.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank aus Liechtenstein, sprach von einer ernüchternden Nachfrage. "Die Währungshüter der Eurozone werden sich deshalb im kommenden Jahr für weitere geldpolitische Maßnahmen offen zeigen."

Vom Erfolg der neuen Kreditspritzen hängt nach Meinung zahlreicher Beobachter ab, ob die EZB noch schärfere Waffen zur Bekämpfung von Wachstumsschwäche und Niedriginflation zückt. Bei einer schwachen Nachfrage könnten breit angelegte Wertpapierkäufe folgen (Quantitative Easing, QE), wird argumentiert.

Reichen die Maßnahmen aus?

EZB-Chef Mario Draghi hatte unlängst gesagt, die Notenbank strebe eine "signifikante" Ausweitung ihrer Bilanz auf das Niveau von Anfang 2012 an. Das spricht für neues Zentralbankgeld von etwa einer Billion Euro. Viele Experten bezweifeln aber, dass die neuen Langfristkredite und die ab Oktober geplanten Käufe von Kreditverbriefungen (ABS) und Pfandbriefen dafür ausreichen werden.

Bank-Aktien sind am Donnerstag gefragt. Die Aktie der Deutschen Bank gewinnt am Mittag 1,7 Prozent auf 27,55 Euro, die Commerzbank-Aktie klettert um 1,2 Prozent auf 12,81 Euro. DER AKTIONÄR sieht bei beiden Aktien Potenzial, bei der Deutschen Bank wegen der überaus günstigen Bewertung allerdings mehr. Bei der Deutschen Bank lautet das Kursziel 35 Euro, die Commerzbank-Aktie hat Luft bis 14 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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