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03.07.2020 Carsten Kaletta

Deutsche Bank - das ist jetzt der richtige Weg!

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank arbeitet intensiv an verschiedenen Fronten, um zu alter Stärke zurückzufinden. Und die Anzeichen verdichten sich, dass der Branchen-Primus vorankommt. So fielen die Zahlen fürs erste Quartal angesichts einer Steigerung beim Vorsteuergewinn um 149 Prozent überraschend gut aus. Und auch im zweiten Quartal scheint es ordentlich zu laufen. Das unterstreichen auch die aktuellen Aussagen von Strategie-Chef Fabrizio Campelli gegenüber dem Handelsblatt.

Konkret sagt Campelli: „Wir hatten einen sehr erfolgreichen Start ins Jahr 2020, und in vielen Geschäftsfeldern hat diese Dynamik auch im zweiten Quartal angehalten.“ Im ersten Quartal konnte ausgerechnet die Investment-Sparte überzeugen, die eigentlich im Rahmen des Konzern-Umbaus geschrumpft werden soll. So wollen sich die Frankfurter seit rund einem Jahr strategisch neu positionieren, und zwar weg vom Konzept der "globalen Investmentbank" und hin zur "europäischen Unternehmensbank".

Dabei sieht Campelli die Bank auf einem guten Weg. „Die Ziele für 2022 stehen“ – auch am Plan, in den kommenden beiden Jahren 18.000 Stellen zu streichen, werde festgehalten. Genauso ist die „schwarze Null 2020“ noch nicht ad acta gelegt – man wolle „hart dafür arbeiten“.

In den letzten fünf Jahren standen am Jahresende stets rote Zahlen in den Büchern. Analysten trauen der Deutschen Bank diese Überraschung jedoch aktuell nicht zu und erwarten im Schnitt einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro für 2020.

Für das "große Ziel" ist es entscheidend, dass aufgrund der Corona-Krise nicht zu viele Kredite ausfallen. Hierbei ist die Bank nach Aussagen des Strategie-Chefs gut vorbereitet. So könnte die Risikovorsorge im zweiten Quartal „in Richtung 800 Millionen Euro“ steigen. Im ersten Quartal hatte die Deutsche Bank 506 Millionen Euro zurückgelegt und damit fast so viel wie im Gesamtjahr 2019. Im zweiten Halbjahr erwartet Campelli wieder „geringere Beträge bei der Risikovorsorge".

Auch zum heißen Thema „Wirecard“ äußert sich das Vorstandsmitglied: „Wir sind eine der größten Banken im Zahlungsverkehr weltweit. Das ist eine unserer Stärken, ein echtes Kerngeschäftsfeld. Wenn sich hier also Gelegenheiten ergeben, uns zu verstärken, werden wir uns diese ansehen.“ Die Deutsche Bank bringt sich also offenbar „in Stellung“. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat immer wieder betont, wie wichtig das Zahlungsverkehrs-Geschäft für sein Institut sei. Damit lassen sich in der Regel stabile Erträge erzielen.

Die Deutsche Bank ist aus Sicht des AKTIONÄR auf dem richtigen Weg und kommt offenbar gut voran. Die Zahlen fürs erste Quartal haben positiv überrascht und auch im zweiten Quartal scheint es ordentlich zu laufen. Details kommen am 29. Juli, wenn der Branchen-Primus seine Bücher öffnet. Die Aktie bleibt spannend und hat Luft bis elf Euro. Anleger sollten aber unbedingt bei sechs Euro das Investment mittels Stopp-Loss absichern.

Deutsche Bank (WKN: 514000)