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08.05.2017 Fabian Strebin

Deutsche Bank attackiert Blackrock: Kampf im Multi-Milliardenmarkt

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Deutsche Bank

Der Markt für Exchange-Traded-Funds (ETFs) ist hart umkämpft. Platzhirsch Blackrock aus den USA kommt bei börsengehandelten Anleihefonds auf einen Marktanteil von stattlichen 67 Prozent. Laut Börsenzeitung blasen die Konkurrenten jetzt zum Angriff: Die Nummer zwei in Europa, die Deutsche Asset Management (DAM), will dem Marktführer Anteile abjagen.

Dabei ist der Vorsprung von Blackrock riesig. Bei einem Gesamtmarktvolumen von 153 Milliarden Dollar hat die Tochterfirma der Deutschen Bank, die Deutsche Asset Management, nur einen Marktanteil von sieben Prozent. Blackrock bietet einfach zu viele Produkte an. Anleger können in europäische Anleihefonds investieren, welche Netto-Aktiva von 93 Milliarden Euro aufweisen; bei der DAM sind es lediglich neun Milliarden Euro. Deborah Fuhr, Managing Partner beim Marktforscher ETFGL bringt das Problem auf den Punkt: „Es gibt einen riesigen Erstanbieter-Vorteil“.

Die DAM versucht ihren Marktanteil bei ETFs durch die Umstellung von synthetischen auf physische Produkte zu erhöhen. Anstatt verschiedener Derivate, halten physisch anlegende ETFs tatsächlich die Bestandteile der Indizes im Portfolio. In den vergangenen Jahren griffen Investoren vermehrt zur physischen Variante, weshalb auch Blackrock immer mehr seiner Fonds mit realen Wertpapieren unterlegt.

Im Zeichen von Macron

Bei der Deutschen Asset Management gibt es noch einiges zu tun, wenn die Tochterfirma der Deutschen Bank tatsächlich im September an die Börse kommen soll. Zumindest konnte im ersten Quartal des laufenden Jahres der Abfluss von Mitteln gestoppt werden.

An der Börse sollten heute Finanztitel hoch im Kurs stehen, nachdem der als europafreundlich geltende Emmanuel Macron die Präsidentschaftswahl in Frankreich für sich entschied. Die Notierung der Deutschen Bank sollte davon Rückenwind erhalten. Nach dem positiven Jahresauftakt sieht DER AKTIONÄR weiteres Potenzial für die Aktie. Das Kursziel liegt bei 25 Euro. Wer investieren möchte, setzt einen Stopp bei 13,50 Euro

Als Contrarian mehr Erfolg an der Börse?

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Autor: Dellinger, Elisabeth / Fisher, Ken
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Verlag: Börsenbuchverlag
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