05.11.2015 Maximilian Völkl

Derivate-Depot-Wert Lanxess: Zachert macht's schon wieder - Prognose angehoben

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DAX
Trendthema

Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat am Donnerstag Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht. Der ehemalige DAX-Konzern profitiert von seiner Neuausrichtung und hat die Prognose erneut angehoben. Nach den deutlichen Gewinnen der letzten Wochen könnte es nun zu einer Attacke auf das Jahreshoch bei 56,50 Euro kommen.

Von Juli bis Ende September ging der Umsatz bei Lanxess wegen niedrigerer Preise zwar um 4,3 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zurück. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich dank des starken Dollar und weiterer Einsparungen aber um 11,9 Prozent auf 235 Millionen Euro. Damit steigerte der Konzern die operative Marge von 10,3 auf 12,0 Prozent. Der Gewinn legte mit 17,1 Prozent auf 41 Millionen Euro sogar noch deutlicher zu. Außer beim Umsatz wurden die Erwartungen der Analysten damit übertroffen.

Hohe Ziele

Angesichts der bestehenden wirtschaftlichen Unsicherheiten in vielen Wachstumsmärkten werde die Neuausrichtung „nochmals forciert“, kündigte Konzernchef Matthias Zachert an. Ab Ende 2019 sollen zusätzlich 150 Millionen Euro durch eine verbesserte Anlagenbasis gespart werden. Die Einsparungen in der Verwaltung in gleicher Höhe würden unterdessen bereits Ende 2015 voll realisiert und damit ein Jahr früher als geplant.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Zachert nun bereits zum dritten Mal im laufenden Jahr optimistischer. Zuletzt hatte Lanxess mit der Saudi-Aramco-Partnerschaft im Kautschukgeschäft einen entscheidenden strategischen Schritt vollzogen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll auch deshalb auf 860 bis 900 Millionen Euro klettern, nach 808 Millionen ein Jahr zuvor. Bisher hatte die Konzernspitze 840 bis 880 Millionen in Aussicht gestellt.

Spekulation geht auf

Die Erhöhung der Prognose kommt nicht gänzlich überraschend. Dennoch sollte die Lanxess-Aktie profitieren. DER AKTIONÄR hat bereits im Vorfeld auf dieses Szenario gesetzt. Mit einem Turbo-Optionsschein wird im Derivate-Depot mit Hebel auf steigende Kurse spekuliert. Durch den Sprung über die 50-Euro-Marke ist der Weg bis in den Bereich von 56 Euro frei.

(Mit Material von dpa-AFX)