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Deltakron in Zypern entdeckt – wie reagiert die Börse auf die neue Variante?

Deltakron in Zypern entdeckt – wie reagiert die Börse auf die neue Variante?
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Andreas Deutsch 09.01.2022, 12:52 Andreas Deutsch

Nächste Entwicklung in der Pandemie: In Zypern ist laut den Behörden ein Covid-19-Stamm augetaucht, der Delta und Omikron kombiniert. Wie es heißt, wurde Deltakron in 25 Fällen identifiziert. Die neue Variante taucht in einer Phase der Pandemie auf, in der die Fälle Rekordniveaus erreichen.

„Es gibt derzeit Omikron- und Delta-Koinfektionen, und wir haben diesen Stamm gefunden, der eine Kombination dieser beiden ist“, bestätigte Leondios Kostrikis, Professor für Biowissenschaften an der Universität Zypern und Leiter des Labors für Biotechnologie und molekulare Virologie, am Samstag in einem Interview mit Sigma TV.

Die Entdeckung hätten die Forscher „Deltakron" genannt, da Omikron-ähnliche genetische Stränge in den Delta-Genomen identifiziert worden seien.

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Grund zur Sorge? „Wir werden sehen, ob dieser Stamm pathologischer oder ansteckender ist oder ob er sich gegenüber Delta und Omikron durchsetzen wird“, so Kostrikis. Er persönlich sei jedoch der Ansicht, dass auch dieser Stamm von der hochansteckenden Omikron-Variante verdrängt werde.

Dieser Ansicht scheint auch der bekannte amerikanische Kardiologe Eric Topol zu sein. Topol, in der Coronakrise gefragter Experte, nannte Deltakron auf Twitter ein „Schreckgespenst“. Die Mutation sei eine Sache weniger, worüber man sich Sorgen machen müsse.

Der renommierte Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass neue Virusmutationen entstehen werden, auf 100 Prozent. „RNA-Viren mutieren, das ist doch keine neue Erkenntnis“, so Stöhr zum AKTIONÄR. Mit dem Pandemie-Ende in Deutschland rechne er im April oder Mai.

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Noch ist sehr wenig bekannt über Deltakron, um genaue Schlüsse über den Einfluss der Variante auf die Pandemie zu ziehen. Behalten Experten wie Leondios Kostrikis mit ihrer ersten Einschätzung Recht, dürfte Deltakron die Börse nicht in Aufregung versetzen, auch wenn die Infektionszahlen derzeit wegen Omikron so hoch sind wie nie. Re-Opening-Aktien dürften weiter gefragt sein, da die Börse bekanntlich sechs bis neun Monate im Voraus denkt. Dann sollte die Pandemie in den meisten Ländern vorbei sein. Außerdem werden schon bald die auf Omikron angepassten Impfstoffe zur Verfügung stehen, so dass die Welt relativ entspannt auf kommenden Herbst/Winter blicken kann.

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