13.08.2018 Thorsten Küfner

DAX: Wird es jetzt noch schlimmer?

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DAX

Nach einer sehr schwachen Vorwoche deutet sich für den deutschen Aktienmarkt nun eine weitere eher ungemütliche Börsenwoche an. Denn die türkische Lira hat nach dem Inkrafttreten neuer US-Zölle ihre Talfahrt fortgesetzt. Das Land schlittert immer weiter in die Krise – und könnte andere Staaten mit nach unten ziehen.

So haben sich auch im heutigen Handel alle asiatischen Schwellenland-Börsen in sehr schwacher Verfassung präsentiert. Gerade mit den Bankaktien geht es aus Furcht vor einer weiteren Verschärfung der Krise deutlich bergab. Auch zahlreiche Währungen aus Emerging Markets gerieten stark unter Druck. So verlor etwa der Südafrikanische Rand zeitweise zehn Prozent. Bankaktien aus den Schwellenländern gehören daher weiter zu den schwächeren Werten. Auch die europäischen Finanzaktien könnten weiter starken Gegenwind verspüren.

Wenig Aussicht auf Besserung …
Wenig ermutigend waren indes die jüngsten Äußerungen des türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan, der seine Landsleute erneut aufforderte, keine ausländischen Devisen zu kaufen und stattdessen weiter auf die stetig fallende Lira zu setzen. Außerdem erklärte er allen Ernstes, es sei nicht die Pflicht der Regierung, die Nation am Leben zu erhalten. Staatdessen sei es seiner Meinung nach „auch die Pflicht der Industriellen und Händler".


Ruhe bewahren
Die Lage für die türkische Volkswirtschaft ist ohne Frage ernst. Für die anderen Schwellenländer ist sie es – noch – nicht. Und in den großen Industriestaaten wie Deutschland oder vor allem in den USA läuft die Konjunktur immer noch rund. Vorsicht ist ganz klar geboten, Anlass zur Panik besteht aber gerade für deutsche und US-Aktien nicht. Anleger können weiter investiert bleiben, sollten aber unbedingt mit Stoppkursen arbeiten, die im Falle eines raschen Kursverfalls vor herben Verlusten schützen können.

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