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17.04.2015 Michael Schröder

DAX: Konsolidierung weitet sich aus – auf diese Marken kommt es jetzt an!

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Zum Abschluss einer roten Woche hat der DAX seine Talfahrt noch einmal beschleunigt. Im Fokus bleibt die wachsende Sorge vor einer griechischen Staatspleite, die bereits am Vortag für einen kräftigen Kursrutsch gesorgt hatte. Zudem belastete der starke Euro. Dazu kam ein kleiner Verfall an den Terminmärkten – und Gewinnmitnahmen.

Am vergangenen Freitag hat der DAX noch bei 12.390 Punkten ein Allzeithoch markiert. Eine Woche später notiert der Leitindex rund 600 Punkte tiefer. "Die Situation in Griechenland bleibt höchst problematisch", heißt es in einem Kommentar der Schweizer Bank Credit Suisse. Ein "Grexit" - also ein Ausscheiden aus der Eurozone - könne nicht ausgeschlossen werden. "Dies stellt jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht unser Hauptszenario dar", betonten die Experten. Europäische Aktien sollten sich auch dank der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter überdurchschnittlich entwickeln. Skeptischer äußerte sich hingegen Analyst Chris Weston vom Broker IG: "Die Märkte glauben weiter, dass Griechenland in irgendeiner Form in der Eurozone verbleiben wird". Doch die "Grexit"-Risiken nähmen zu, worauf die Anleger überhaupt nicht vorbereitet seien.

Die erste größere Konsolidierung in diesem Jahr läuft. Nachdem weder die Unterstützung im Bereich um 12.000 Zähler noch die bei 11.800 Punkten Halt bieten konnte, rückt nun die horizontale Unterstützung bei 11.600 Zählern in den Fokus. Drücken die Bären den Index auch unter diese Marke, ist aus charttechnischer Sicht sogar mit einer Fortsetzung des Abwärtsimpuls bis 11.475 und 11.250 Punkten zu rechnen.
Ob das die Bullen ganz ohne Gegenwehr mit sich machen lassen, ist fraglich. Sicher ist dagegen, dass die Bullen erst bei einem Anstieg über die 12.000-Punkte- Marke wieder die Oberhand gewinnen würden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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