Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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02.11.2020 Andreas Deutsch

DAX gibt Gas – Strohfeuer oder Trendwende?

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DAX

Kauflaune in Frankfurt. Zum Wochenstart, einen Tag vor der US-Präsidentschaftswahl, klettert der DAX am Nachmittag um 1,9 Prozent auf 11.772 Punkte. Für den MDAX der 60 mittelgroßen Börsentitel ging es am Montagnachmittag um 1,3 Prozent auf 26.059 Zähler nach oben. Auch in den USA zeichnet sich ein positiver Start ab.

Mit den Kursgewinnen vom Montag hat der DAX seinen freien Fall gestoppt. Der deutsche Leitindex war am Freitag auf den tiefsten Stand seit Juni gefallen. Viel Negatives dürfte nun bereits eingepreist sein, sodass die Bullen langsam wieder Land sehen.

Laut Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners könnten sich die Börsen sowohl mit einem Präsidenten Donald Trump als auch mit einem möglichen Präsidenten Joe Biden arrangieren. "Wichtig für die Börsianer wird sein, dass sie frühzeitig, also in der Wahlnacht wissen, wohin die Reise geht."

Eine Hängepartie mit einem für lange Zeit unklaren Ausgang wäre das schlimmste Szenario, so Altmann.

Sollte bereits am Mittwochmorgen (MEZ) klar sein, wer Präsident wird, könnte die Erholung an der Börse weiter Fahrt aufnehmen. Beim DAX könnte es zum Break der 200-Tage-Linie (12.088 Zähler) und damit zu einem starken Kaufsignal kommen.

Beim Dow Jones muss als Erstes die 50-Tage-Linie zurückerobert werden. Gelingt dies, rückt der horizontale Widerstand im Bereich von 28.000 Punkten in den Fokus.

DAX (WKN: 846900)

Für eine Entwarnung ist es zwar noch zu früh, doch zumindest hellt sich das Chartbild am Montag wieder etwas auf. Mit einem klaren Ausgang der Wahl wäre ein Unsicherheitsfaktor ausgeräumt – in den kommenden Wochen könnten weitere wegfallen. So stehen unter anderem Studienergebnisse zum Impfstoff an. Außerdem könnte schon bald das billionenschwere Konjunkturrogramm in den USA auf den Weg gebracht werden. DER AKTIONÄR bleibt dabei:Anleger können bereits jetzt erste Positionen aufbauen – attraktive Investmentstorys gibt es genug.

(Mit Material von dpa-AFX) 


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