7 Chancen auf 111 Prozent
28.10.2020 Marion Schlegel

DAX erneut tiefer erwartet – das ist heute wichtig

-%
DAX

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt mies: Angesichts der verschärften Corona-Krise dürfte der DAX am Mittwoch erstmals seit Juni wieder unter 12.000 Punkte fallen. Auch die US-Präsidentschaftswahl in der kommenden Woche und der Brexit schmecken den Anlegern als Unsicherheitsfaktoren nicht. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex zwei Stunden vor dem Xetra-Start rund ein Prozent tiefer auf 11.945 Punkte.

DAX (WKN: 846900)

Das Chartbild ist schwer angeschlagen. So rutscht der DAX mit diesen Kursen aus dem seit September gültigen Abwärtstrendkanal nach unten heraus und beschleunigt seine Talfahrt. Vom Zwischenhoch von Anfang September bei 13.460 Punkten ist er bereits über elf Prozent entfernt.

Nach kräftigen Verlusten an den US-Börsen zum Wochenauftakt haben die Standardwerte am Dienstag weiter nachgegeben. Der technologielastigen Nasdaq-Börse indes gelang eine Stabilisierung. Weder Konjunktur- und Stimmungsdaten noch erneut zahlreiche Quartalsberichte sorgten für eine klare Gesamtrichtung. Zugleich steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weltweit weiter und die näher rückenden Präsidentschaftswahlen sorgen ebenfalls für Unsicherheit. Der Dow Jones schloss mit minus 0,8 Prozent auf 27.463,19 Punkte.

Die Aktienmärkte in Asien haben auch am Mittwoch keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss 0,3 Prozent tiefer. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen legte zuletzt hingegen um 1,1 Prozent zu und der Hang-Seng-Index in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gewann 0,2 Prozent.

Am heutigen Mittwoch steht eine ganze Reihe von Quartalszahlen auf dem Programm, die für Bewegung sorgen könnten. Es berichten unter anderem BASF, die Deutsche Bank, Sony, Delivery Hero, Puma, General Electric, Boeing und Visa.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)