DAX-Check: Ruhe vor dem Sturm

DAX-Check: Ruhe vor dem Sturm
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Michael Schröder 13.01.2015, 08:23 Michael Schröder
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Nach dem guten Wochenauftakt dürfte der DAX am Dienstagmorgen noch etwas weiter zulegen. Da die Konjunkturagenda heute eher dünn bestückt ist, könnten die ersten Quartalszahlen für Impulse sorgen. Aus charttechnischer Sicht bleibt alles wie gehabt.

Die Vorgaben aus Übersee fallen gemischt aus. Die Talfahrt der Ölpreise war am Vortag unvermindert weitergegangen und hatte die Kurse insbesondere der Energietitel an der Wall Street nach unten geschickt. Andererseits überzeugte der Aluminum-Konzern Alcoa zum Auftakt der US-Berichtssaison mit seinen überraschend starken Geschäftszahlen. Alcoas Zahlen gelten als Gradmesser für die Konjunktur.

Neue Impulse von der Konjunkturseite könnten dann ab morgen kommen. So wird am Donnerstag das vorläufige Ergebnis für das Wirtschaftswachstum Deutschlands 2014 erwartet. Derzeit sehe es nach einem soliden Plus von 1,5 Prozent aus, schrieben die Experten der DekaBank in einer Studie. Zuvor stehen noch Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone auf dem Plan, die am Mittwoch veröffentlicht werden.

Auch in den USA werden eine Reihe von Konjunktur- und Inflationsdaten veröffentlicht. Diese dürften den Experten der Postbank zufolge das Bild eines fortdauernden Aufschwungs bei sehr niedrigen Preissteigerungsraten unterstreichen.

Weiter spekuliert wird über Zeitpunkt und Volumen eines möglichen Staatsanleihen-Kaufprogramms durch die Europäische Zentralbank (EZB) zur Konjunkturstützung. Entsprechend gespannt warten die Börsianer daher auf den Mittwoch. Dann wird dem Europäischen Gerichtshof das Gutachten über die Frage vorgelegt, ob die EZB unbegrenzt Staatsanleihen kaufen darf.

Mittelfristig bewegt sich der DAX weiter in einer großen Schiebezone zwischen 10.050 und 8.913 Punkten. Zuletzt hat der Leitindex in dieser Range ein Dreieck ausgebildet. Mit dem Ausbruch über 9.860 Zähler per Tagesschluss würde ein neues Kaufsignal generiert. Unter 9.380 Punkte droht dagegen ein Abrutschen Richtung 8.913 Zähler. Anleger warten weiterhin ein eindeutiges Kaufsignal ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

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