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DAX: 25.000-Punkte-Marke erneut gerissen – KI-Ausverkauf belastet

DAX: 25.000-Punkte-Marke erneut gerissen – KI-Ausverkauf belastet
Foto: Stonel/Shutterstock
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Jan-Paul Fóri 23.06.2026, 18:30 ‧ Jan-Paul Fóri
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Der DAX hat am Dienstag Verluste verzeichnet. Zum Handelsschluss notierte der DAX mit 24.893 Zählern fast ein Prozent schwächer. Zwar gelang im späten Handel eine leichte Erholung vom Tagestief, doch der technische Ausblick hat sich durch das erneute Scheitern an dieser charttechnischen Widerstandslinie eingetrübt.

• Der DAX fällt am Dienstag unter die 25.000-Punkte-Marke
• Im DAX notierte Infineon am Index-Ende.
• Der Dämpfer im Chipsektor belastet die Anlegerstimmung.

DAX (WKN: 846900)

Die neuen Sorgen rund um den KI- und Chip-Sektor haben sich als Auslöser für die spürbare Talfahrt an den europäischen Aktienmärkten entpuppt. Nach der monatelangen Euphorie im Umfeld des Megatrends Künstliche Intelligenz kam es zu einem deutlichen Dämpfer – und der Verkaufsdruck schwappte im Tagesverlauf aus Asien mit voller Wucht nach Europa über.

Besonders im Fokus standen dabei jene Werte, die zuletzt von der nahezu ungebremsten Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten und Infrastruktur rund um KI-Anwendungen profitiert hatten. Hier setzte eine spürbare Gewinnmitnahme ein: Siemens Energy rutschte um 3,9 Prozent ab, während der erst kürzlich in den DAX aufgestiegene Baukonzern Hochtief mit einem Minus von 4,3 Prozent noch deutlicher unter Druck geriet.

Chip-Aktien unter Druck

Noch härter traf es allerdings den Chip-Sektor, der als Herzstück der KI-Story gilt. Nach der starken Rally der vergangenen Wochen nutzten viele Marktteilnehmer das erhöhte Bewertungsniveau für Gewinnmitnahmen. Infineon verlor dabei 6,3 Prozent. Bei den Zulieferern und Ausrüstern fiel die Reaktion noch drastischer aus: Suss Microtec, Aixtron und PVA TePla rutschten teilweise um bis zu elf Prozent zweistellig ins Minus – ein klares Zeichen dafür, wie nervös der Markt im Vorfeld wichtiger Impulse geworden ist.

Infineon (WKN: 623100)

Denn die Messlatte liegt mittlerweile extrem hoch. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der US-Chiphersteller Micron, dessen Zahlen am Mittwochabend erwartet werden. Die Aktie hat sich im laufenden Jahr bereits vervierfacht, entsprechend wenig Spielraum bleibt für Enttäuschungen. Marktteilnehmer sprechen bereits von einem echten „Stresstest für den gesamten Sektor“ – nur perfekt interpretierte Zahlen dürften die jüngste Rally weiter rechtfertigen.

Abseits des Tech-Bebens zeigte sich das Marktgeschehen differenzierter. RWE hielt sich mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent stabil, gestützt durch bestätigte Übernahmefantasien rund um den Netzbetreiber Amprion, dessen Finanzierung bereits über eine Kapitalerhöhung abgesichert wurde. Deutlich schwächer präsentierte sich dagegen Vonovia, das mit einem Minus von 2,9 Prozent auf die Ankündigung einer Wandelanleihe reagierte – Anleger fürchten hier klassische Verwässerungseffekte.

Im DAX versuchte SAP als Stabilitätsanker gegenzuhalten und legte 1,7 Prozent zu, konnte den schwachen Gesamttrend jedoch nicht drehen. Ein positiver Ausreißer gelang hingegen der DWS im MDAX: Ein Analysten-Upgrade von Exane BNP mit einem ambitionierten Kursziel von 74 Euro sorgte für ein kräftiges Plus von 4,2 Prozent.

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FAQs

Seit wann gibt es den DAX?
Der Deutsche Aktienindex (DAX) wurde am 1. Juli 1988 eingeführt.

Was misst der DAX?
Der DAX misst die Wertentwicklung der größten und liquidesten Unternehmen, die an der Frankfurter Börse gelistet sind. Als sogenannter Performance-Index berücksichtigt er nicht nur die Kursentwicklung der Aktien, sondern auch die Dividenden, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Wie viele Unternehmen sind im DAX gelistet?
Im DAX sind 40 Unternehmen gelistet Diese Anzahl wurde im September 2021 von ursprünglich 30 auf 40 erhöht, um die deutsche Wirtschaft besser abzubilden.

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