19.03.2019 Jochen Kauper

Daimler und BMW: Carsharing, autonomes Fahren- bald auf gemeinsame Modellpalette und Überkreuzbeteiligung?

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BMW
Trendthema

Daimler und BMW werden in Zukunft eng zusammenarbeiten. Vor wenigen Wochen haben die beiden Autobauer bekannt gegeben, zusammen an selbstfahrenden Autos zu forschen. Erst kurz davor haben BMW und Daimler ihre Car-Sharing-Dienste zusammengelegt. Einer gemeinsamen Modellplattform erteilte BMW-Chef Harald Krüger aber eine Absage – vorerst.
Die Autoindustrie befinde sich in einer Umbruchphase. Einige der technologischen Neuerungen wie das autonome Fahren brächten für Kunden aufregende Möglichkeiten - erforderten aber auch riesigen Aufwand und sehr hohe Investitionen. Fakt ist: Firmen, die versuchen allein zu überleben, werden große Probleme bekommen. „Die Zeit für Kooperationen ist gekommen“, sagte Autoexperte Ferdinand Dudenhöfer gegenüber dem AKTIONÄR.

Durch die Zusammenlegung ihrer Carsharing-Diente werden BMW und Daimler in Zukunft mehr als 60 Millionen aktive Nutzer mit auf der gemeinsamen Plattform „Share Now“ haben.
Auch was das Thema autonomes Fahren angeht, ist die Kooperation sinnvoll. Die beiden Wettbewerber werden gemeinsam Assistenzsysteme und weitere Technikbausteine für Roboterautos sowie Systeme für das automatisierte Parken entwickeln. So können unter anderem Kosten gespart werden.
Man bleibe trotz der Kooperation in einem harten Wettbewerb, sagte BMW-Chef Harald Krüger der Süddeutschen Zeitung.

Daimler: Rückwärtsgang
Bei Daimler hat der Wechsel zu neuen Modellen die Absätze weiter nach unten rutschen lassen. Daimler bleibt , was den Umbau von den Verbrennern hinzu Elektroautos und Wasserstoffantrieb angeht, einiges schuldig. Bleibt zu hoffen, dass nach der Amtsübergabe bei der Hauptversammlung im Mai von Dieter Zetsche zu Ola Källenius endlich ein frischer Wind weht.

Neue Vision?
Bleibt zu hoffen , dass Ola Källenius den Hebel umlegen wird. Bei der Hauptversammlung im Mai wird Zetsche das Amt an den Schweden übergeben. Schon jetzt fragen sich die mehr als 300.000 Mitarbeiter des Auto- und Lastwagenherstellers wie die Zukunftsvision von Källenius aussehen wird.

BMW und Daimler: Abwarten!
Sowohl bei der BMW, als auch bei der Daimler-Aktie ist derzeit kein klarer Trend erkennbar. Hier heißt es weiterhin abwarten.