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29.10.2021 Fabian Strebin

Commerzbank vor Zahlen: Darauf sollten Anleger achten

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Commerzbank

Die Commerzbank veröffentlicht nächsten Donnerstag (4. November) ihre Quartalszahlen. Große Sprünge erwarten Analysten nicht, DER AKTIONÄR berichtete. Mehr dazu hier. Allerdings könnte es beim Ausblick hinsichtlich der Risikovorsorge und steigender Zinsen positive News geben. Die Schätzungen der Experten für das kommende Jahr könnten außerdem zu negativ sein.

Für ein Finanzinstitut, das fast vollständig im Kreditgeschäft engagiert ist, stellen wirtschaftliche Verwerfungen wie die Pandemie große Probleme dar. Durch dieses Umfeld kam die Commerzbank bisher aber gut, größere Ausfälle bei Darlehen gab es nicht. Auch wenn die Infektionszahlen nun wieder zulegen und die Wirtschaft in den Winterquartalen stocken dürfte, sind weiterhin keine größeren Ausfälle in Sicht. Zudem hat der Konzern gut vorgesorgt.

Blick auf Risikoergebnis

Das Management stellte bisher ein Risikoergebnis von leicht unter einer Milliarde Euro für das Gesamtjahr in Aussicht. Der Konsens rechnet aktuell mit 633 Millionen Euro, nächste Woche sollte es dazu mehr Klarheit geben. Für 2022 werden jedoch 694 Millionen erwartet. Da die Wirtschaft in Deutschland – hier macht die Commerzbank den Großteil des Geschäfts – stärker als in diesem Jahr wachsen dürfte, ist das möglicherweise zu hoch gegriffen. Geringere Zuführungen für die Risikovorsorge wurden höhere Gewinne bedeuten und sollten den Aktienkurs anschieben.

Zudem fließen höhere Zinsen, die es dieses Jahr schon in Form steigender Anleiherenditen gibt, bisher nur unzureichend in die Prognosen ein. Das Nettozinseinkommen soll 2022 gegenüber diesem Jahr um zwei Prozent zurückgehen. Selbst wenn die EZB die Leitzinsen nicht erhöhen sollte, dürfte die Inflation die Bondrenditen weiter antreiben. Die Commerzbank gehört in Europa zu den größten Gewinnern bei einem anziehenden Zinsniveau.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Anleger bleiben vor Zahlen dabei und beachten den Stopp. Der Titel gibt heute wieder Gas, der nächste Widerstand kommt beim Verlaufshoch bei 6,43 Euro in Sicht. Wichtig ist, dass die Marke von sechs Euro auf Abstand bleibt.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR

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