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19.01.2016 Andreas Deutsch

Commerzbank und Deutsche Bank: Jetzt geben die Aktien Gas - aber wie lange?

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DAX

Nach schmerzhaften Verlusten heißt es am Dienstag für die Anleger: Luft holen. Die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank erholen sich am Morgen, gewinnen jeweils rund zwei Prozent. Doch es könnte die Ruhe vor dem nächsten Sturm sein.


Der DAX setzt am Dienstag zu einem Befreiungsschlag an. Die Erholung in China und eine Stabilisierung beim Ölpreis unterstützen den Markt. Das Wachstum in China ist im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gefallen, allerdings blieben negative Überraschungen aus – und das ist derzeit die Hauptsache für die Börsianer.

„Der Wachstumsbericht aus China hat den Börsen in Shanghai und Shenzen für einen kräftigen Aufwärtsschub gereicht“, sagt Aktienhändler Mark Lee vom Broker London Capital Group. Die Anleger setzen nun auf neue Wachstumsimpulse. Auch die Börse in Tokio legte am Morgen zu. Das sorgte auch am deutschen Markt für Erleichterung und gute Stimmung. Zudem stabilisiert sich der Ölpreis, der wegen Sorgen um eine Überversorgung zuletzt kräftig unter Druck war.

In diesem positiven Marktumfeld legen auch die Bank-Aktien zu. Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas sieht für die Aktie der Deutschen Bank Luft bis 25 Euro, nach zuvor 28,50 Euro. Die Einschätzung lautet weiterhin auf „Neutral“. Der Großbank stehe ein harter Weg bevor, schreibt Analyst Amit Goel in seiner Studie.

Deshalb hat er das Kursziel für Deutsche Bank von 28,50 auf 25,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Großbank stehe ein harter Weg bevor, schrieb Analyst Amit Goel in einer Studie vom Montag. Deshalb rechnet er trotz der attraktiven Bewertung nicht mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung.

Limits gingen auf, Stopps beachten!

Anleger sollten die Kurserholung im DAX und auch bei Deutscher Bank und Commerzbank nicht überbewerten. Der VDAX, das Angstbarometer des DAX, notiert aktuell bei 34 Punkten, was auf weiterhin sehr unruhige Wochen hindeutet. Derzeit ist der Markt aber überverkauft, eine Gegenbewegung daher wahrscheinlich. Mutige Anleger, die das Kauflimit bei der Deutschen Bank (20 Euro) und bei der Commerzbank (7,90 Euro) genutzt haben, beachten die Stoppkurse bei 17 Euro beziehungsweise 6,90 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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