Folgen Sie dem Trend – mit diesen 7 Seriengewinnern
Foto: Börsenmedien AG
21.01.2014 Andreas Deutsch

Commerzbank und Deutsche Bank: Der Schock ist verdaut - Analysten heben den Daumen

-%
DAX

Bank-Aktien stehen einen Tag nach den enttäuschenden Zahlen und dem schwachen Ausblick im Fokus der Anleger. Beide Aktien können zulegen. Das liegt unter anderem an positiven Analystenkommentaren zur Deutschen Bank. Es gibt mehrere Kaufempfehlungen für den deutschen Marktführer.

Am Dienstagmittag liegt die Deutsche-Bank-Aktie mit 0,7 Prozent im Plus bei 37,49 Euro. Die Commerzbank-Aktie kann um 0,8 Prozent auf 13,04 Euro zulegen. Am Montag waren die Titel stark unter Druck geraten, nachdem die Deutsche Bank überraschend Zahlen vorgelegt hatte. Die Deutsche Bank hat ihren Überschuss zwar im vergangenen Jahr steigern können, allerdings verfehlte der deutsche Branchenprimus die Erwartungen der Analysten deutlich. Im vierten Quartal schrieb das Institut wieder rote Zahlen.

UBS überaus optimistisch

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Bank nach überraschend vorgelegten Eckdaten zum vierten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 47 Euro belassen. Ertrag und Vorsteuerergebnis hätten auf bereinigter Basis seine Erwartungen verfehlt, meint Analyst Daniele Brupbacher in seiner Studie. Auch im laufenden Jahr sollte das größte deutsche Geldhaus noch einigen Gegenwind spüren. Dennoch habe er seine Gewinnprognosen (EPS) für die Jahre 2014 und 2015 unverändert gelassen.

Gegenwind

Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley hat Deutsche Bank nach überraschend vorgelegten Eckzahlen auf "Equal-weight" mit einem Kursziel von 41 Euro belassen. Die Auswirkungen des Abbaus von Fremdkapital, Rechtsstreitigkeiten und der nachlassenden Gewinndynamik im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) bliesen dem Institut entgegen, schrieb Analyst Huw Van Steenis in einer Studie. Entsprechend dürfte es schwer für den Aktienkurs sein, sich überdurchschnittlich zu entwickeln. Entscheidend für die weitere Entwicklung sei nun mehr Klarheit über die Kapitalisierungsanforderungen der US-Notenbank Fed an ausländische Banken.

Foto: Börsenmedien AG

47 Euro und 16 Euro

Die Deutsche Bank kommt mit ihren Aufräumarbeiten gut voran. Das sollte der Markt schon bald wieder honorieren und die Aktie wieder Fahrt aufnehmen. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für den Titel fest. Das Kursziel lautet 47 Euro, der Stopp sollte bei 30,50 Euro gesetzt werden.

Das Kursziel für die Commerzbank lautet 16 Euro. Der Stoppkurs sollte bei elf Euro platziert werden.

Sehen Sie hier das DAF-Video zum Thema.

Mit Material von dpa-AFX

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8