Profitieren Sie von Korrekturen
03.07.2020 Leon Müller

Commerzbank: Paukenschlag zum Feierabend

-%
Commerzbank

Die Commerzbank steht vor dem Umbruch. Wie das Geldinstitut am Abend mitteilte, könnte Konzernchef Martin Zielke sein Amt zum Jahresende niederlegen. Ein entsprechendes Gesuch liegt dem Aufsichtsrat vor. Doch auch dort soll es Änderungen geben: Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann wird das Gremium bereits mit Wirkung zum 3. August niederlegen.

Kaum ist der Handel für diese Woche beendet, platzt die Commerzbank mit einer durchaus denkwürdigen Meldung in den Feierabend: Sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat der Bank stehen Veränderungen an. Und zwar an prominenter Stelle.

Commerzbank (WKN: CBK100)

In einer Mitteilung heißt es: "In seiner Sitzung am heutigen Nachmittag hat der Präsidial- und Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Commerzbank AG über das Angebot von Martin Zielke beraten, auf Basis einer einvernehmlichen Aufhebung vorzeitig aus dem Vorstand auszuscheiden, falls dies aus Sicht des Aufsichtsrats im Interesse der Bank liegt. Der Präsidial- und Nominierungsausschuss hat beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, die Bestellung von Martin Zielke zum Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank AG einvernehmlich zu einem zwischen Martin Zielke und dem Aufsichtsrat noch festzulegenden Datum, spätestens jedoch mit Ablauf des 31. Dezember 2020 zu beenden. Der Aufsichtsrat wird dazu in seiner Sitzung am 8. Juli 2020 einen Beschluss fassen."

Weiter heißt es in der Aussendung: "Stefan Schmittmann hat heute in der Sitzung des Präsidial- und Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats angekündigt, sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung zum 3. August 2020 niederzulegen."

Die Aktie der Commerzbank befindet sich im AKTIONÄR Depot und liegt dort seit Aufnahme fast 30 Prozent im Plus. Die Ankündigung am Freitagabend kommt unerwartet – bewegt den Kurs im nachbörslichen Handel aber zunächst kaum.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.




Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG:


Aktien von Commerzbank befinden sich im AKTIONÄR-Depot

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0