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19.12.2011 Thorsten Küfner

Commerzbank: Ohne Staatshilfe geht es nicht!

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Die Commerzbank betont zwar weiterhin stets, die Kapitallücke von ursprünglich mehr als fünf Milliarden Euro aus eigener Kraft zu schließen, Experten zeigen sich allerdings eher skeptisch. So geht etwa Bankenprofessor Martin faust von weitern Staatshilfen aus.

Auch wenn die Commerzbank derzeit alles versucht, um nicht erneut staatliche Hilfen zu benötigen, erwarten viele Experten, dass der Staat wieder eingreifen muss. So erklärte nun der Bankenprofessor Martin Faust von der Frankfurt School of Finance & Management gegenüber der Wirtschaftswoche: „Ohne staatliche Hilfen wird es wahrscheinlich nicht gehen." Schließlich seien private Investoren aktuell einfach nicht bereit, krisengeschüttelten Kreditinstituten neues Kapital zur Verfügung zu stellen.

Bad Bank für die Eurohypo

Eine geschickte Alternative zu einer erneuten Kapitalspritze des Staates wäre die Errichtung einer staatlichen Bad Bank, in die der DAX-Konzern beziehungsweise die Commerzbank-Tochter Eurohypo dann Staatsanleihen der GIIPS-Staaten auslagern könnte. „Ein Bad-Bank-Modell könnte allgemein gut funktionieren", erklärte Florian Toncar, der Vorsitzende des Gremiums, das den Bankenrettungsfonds Soffin überwacht, gegenüber der Wirtschaftswoche.

Nur für Mutige ein Kauf

Mutige Anleger können das günstige Bewertungsniveau der Commerzbank-Aktie weiterhin zum Einstieg nutzen. Der Stoppkurs sollte bei 0,90 Euro belassen werden.

Konservativere Anleger meiden die Anteile hingegen weiterhin. Schließlich sind eine erneute Kapitalerhöhung oder weitere Staatshilfen weiterhin möglich.

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