Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
Foto: Commerzbank AG
29.03.2022 Fabian Strebin

Commerzbank: Millionen für den Vorstand

-%
Commerzbank

Die Commerzbank hat mit ihrem Geschäftsbericht auch die Vergütung des Vorstandes offengelegt. Das lässt tief blicken. Für das vergangene Jahr kann sich die Performance des Managements indes sehen lassen. Beschäftigte in den neu gegründeten Servicecentern haben aber weniger zu lachen.

Seit Anfang letzten Jahres ist CEO Manfred Knof im Amt. Schwungvoll stieß er die Sanierung der Bank an und scheute auch nicht vor Konflikten zurück. Experten sind sich einig, dass er einen guten Job macht. Trotzer hoher Abschreibungen wurde 2021 sogar ein Gewinn von rund 430 Millionen Euro ausgewiesen. Im laufenden Jahr sind wieder Ausschüttungen an die Aktionäre geplant. Knof selbst bekam für 2021 ein Gehalt von 3,9 Millionen Euro, zuzüglich Bonuszahlungen kommt er auf insgesamt 5,7 Millionen Euro.

Die sechs aktiven Vorstände der Commerzbank verdienten unter dem Strich 14,3 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es nur 4,5 Millionen. Die gute Leistung bei der Sanierung mag die deutlichen Steigerungen rechtfertigen. Abstriche soll es aber gleichzeitig für einige Beschäftigte geben. Es geht um die Mitarbeiter, die ab dem dritten Quartal in den Digitalzentren arbeiten sollen, um Kunden telefonisch oder über digitale Kanäle zu beraten.

Abstriche für neue EInheiten

Häufig handelt es sich um Angestellte, die vorher in Filialen arbeiteten. Davon will die Commerzbank aber einige schließen. Die Börsen-Zeitung will erfahren haben, dass in den neuen Einheiten zwar mehr Home-Office als konzernweit möglich sein soll. Aber auch die Samstagsarbeit kommt, gegen die sich die Gewerkschaften bis zuletzt gewehrt hatten.

Umbau geht weiter

Geht der Plan der Commerzbank auf, kann im laufenden Jahr die Zahl der Niederlassungen auf 450 sinken. 2019 waren es noch 1.000 Filialen und damit 55 Prozent mehr. Das ist aber nicht das einzige Sanierungsziel, dass 2022 erreicht werden muss. Kostensenkungen sind wichtig, aber die Stimmung im Unternehmen darf nicht kippen.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Der Vorstand hat 2021 einen sehr guten Job gemacht, nun wird das Umfeld noch volatiler. Die Aktie sollten Anleger aber nicht zu früh abschreiben, denn das Umfeld begünstigt tendenziell Banktitel.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im AKTIONÄR Depot und im Hebel-Depot von DER AKTIONÄR

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Commerzbank - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8