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21.12.2017 Fabian Strebin

Commerzbank: Kommt 2018 doch keine Übernahme?

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Commerzbank

Die Aktie der Commerzbank zählt mit einer Performance von fast 75 Prozent im auslaufenden Jahr zu den besten DAX-Aktien. Nur die Lufthansa schaffte mehr. Ein Kurstreiber waren unter anderem wiederkehrende Gerüchte um eine Übernahme. Doch ein Interessent winkt nun ab.

Neben der französischen BNP Paribas galt bisher die Unicredit als aussichtsreicher Interessent für die Commerzbank. In einem Interview mit dem Handelsblatt äußert sich jetzt Unicredit-CEO Jean Pierre Mustier dazu. Neben der zum Konzern gehörenden HypoVereinsbank gebe es in Deutschland mit der Commerzbank nur noch eine Bank, die auf den Mittelstand fokussiert sei Allerdings sagt Mustier auch: „Unsere Strategie Transform 2019 basiert ausschließlich auf organischem Wachstum und dem sind wir voll und ganz verpflichtet.“ Bei Transform 2019 handle es sich um die Basis für eine langfristige Strategie, die auch über den Drei-Jahres-Zeitraum hinaus Bestand habe.

Kein Grund zur Sorge

Langfristig ist klar, dass es in Europa zu grenzüberschreitenden Fusionen im Bankenmarkt kommen wird. Die Commerzbank bleibt mittelfristig ein Übernahmekandidat, auch wenn Mustier für die kommenden zwei Jahre einen Zusammenschluss ausschließt. Im kommenden Jahr sollte der Konzern zudem von Sanierungserfolgen profitieren können. Leicht steigende Zinsen sollten den Umbau erleichtern.

DER AKTIONÄR sieht auch im 2018 Potenzial bei der Commerzbank-Aktie und hält an seinem Kaufvotum fest. Das Kursziel verbleibt bei 16,00 Euro. Ein Stopp sollte bei 9,00 Euro gesetzt werden.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0