Lithium-Rallye steht kurz bevor – so profitieren Sie!
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03.08.2017 Fabian Strebin

Commerzbank ist die Nummer 1

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Commerzbank

Der Euro Stoxx Banks als europäischer Branchenindex für Finanzinstitute hat eine fulminante Rallye hinter sich: Auf Sicht von zwölf Monaten stieg das Börsenbarometer um mehr als 60 Prozent. Im Vergleich zum Kursplus der Commerzbank-Aktie ist das allerdings schwach. Denn die Notierung legte im selben Zeitraum um fast 133 Prozent zu und ist damit die europäische Bankaktie mit der besten Kursentwicklung.

Mit dem heutigen Kursanstieg haben die Anteile der Commerzbank den Rücksetzer nach der Vorlage der Quartalszahlen vom Mittwoch bereits wieder wett gemacht. Gestoßen hatten sich die Anleger vor allem an den geringeren Erträgen, die so niedrig wie zuletzt im Jahr 2014 waren. Jedoch dürfte sich das bald ändern. Denn die Commerzbank wirbt derzeit so aggressiv um neue Kunden, wie wohl niemand im hart umkämpften deutschen Bankenmarkt. Der Privatkundenvorstand Michael Mandel sagt, der Konzern habe „ordentlich Geld in die Hand genommen“, um neue Sparer zu gewinnen. Seit Oktober vergangenes Jahr sind es schon eine halbe Million. Bis zum Jahr 2020 sollen es insgesamt zwei Millionen sein. In den aktuellen Quartalszahlen hat sich das jedoch noch nicht niedergeschlagen. Mandel sagt: „Es dauert, bis die neuen Kunden mit uns auch Geschäft machen. Aber im Schnitt haben wir die Kosten nach 18 Monaten erwirtschaftet.“

Starkes Kaufsignal

Die Commerzbank-Aktie hat das gemischte Zahlenwerk vom Mittwoch bereits verdaut und gibt wieder Gas. Die Fantasie steigender Zinsen und eines erfolgreichen Konzernumbaus sollten den Kurs weiter befeuern.

Charttechnisch hat die Aktie mit dem Sprung über den im April 2014 begonnen Abwärtstrend bei 11,15 Euro ein Kaufsignal generiert. Die nächsten wichtigen Widerstände liegen jetzt um 13,40 Euro und auf Höhe von 14,50 Euro. Eine Unterstützung befindet sich bei 9,55 Euro. Die 200-Tage-Linie verläuft bei 8,40 Euro.

Aus fundamentaler Sicht ergibt sich ein gemischtes Bild: Das KGV ist mit 22 deutlich höher als der Mittelwert der Branche von 15. Das erwartete KGV für 2018 liegt allerdings bei nur mehr 12. Zudem ist die Aktie mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,5 günstig bewertet. Die Konkurrenz kommt im Schnitt auf 0,9. DER AKTIONÄR rät auch weiterhin zum Kauf der Commerzbank und hat ein Kursziel von 14,50 Euro ausgegeben. Ein Stopp bei 8,00 Euro sichert gegen hohe Verluste ab.

 

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