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Foto: Commerzbank
04.11.2021 Fabian Strebin

Commerzbank greift an: Top-Zahlen – Gewinn in 2021 möglich

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Commerzbank

Monatelang gab es keine wirklich positiven News zur Commerzbank und die Analysten waren uneins, wie es weitergehen kann. Doch nun hat das Finanzinstitut mit den Q3-Zahlen überrascht. Dabei wurde auch die Prognose für das Gesamtjahr erhöht, bei Kreditausfällen wird der Vorstand optimistischer.

Die Commerzbank kann es noch: Zwar gingen die Erträge im dritten Quartal um rund ein Prozent auf 2,02 Milliarden Euro zurück. Das war allerdings immer noch mehr, als die Analysten im Schnitt erwarteten (1,99 Milliarden Euro). Deutlich über den Prognosen lag man indes beim Nettogewinn. Von Juli bis September fuhr das Team um CEO Manfred Knof 403 Millionen Euro ein. Der Konsens rechnete nur mit 276 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal fielen aufgrund des Umbaus noch 60 Millionen Euro Miese an.

Die Sanierungskosten schlugen nun noch mit 76 Millionen Euro zu Buche und sind damit fast vollständig verdaut. Die Kosten konnten um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum reduziert werden. Die harte Kernkapitalquote erhöhte sich leicht auf 13,5 Prozent und liegt damit auf einem guten Niveau.

Weniger für faule Kredit eingeplant

Die Commerzbank konnte wie die Konkurrenten in der Eurozone die Risikovorsorge senken. Für ausfallgefährdete Kredite wurden im Q3 nun noch 22 Millionen Euro statt 272 Millionen vor einem Jahr zurückgelegt. Die Prognose für die Gesamtjahres-Risikovorsorge wurde von vom Vorstand von rund einer Milliarde Euro auf nun unter 700 Millionen Euro gesenkt.

Prognose auf grün

Für das Gesamtjahr wird die Commerzbank nun deutilch zuversichtlicher und rechnet mit einem Konzerngewinn. Die geringere Risikovorsorge und fast vollständig verbuchte Umbaukosten lassen das möglich erscheinen.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Das Commerzbank-Management hat mit den Zahlen zum dritten Quartal positiv überrascht. Anleger, die den Wert nach jahrelangen Fehlversuchen bei der Sanierung bereits abgeschrieben hatten, sind wohl zu früh ausgestiegen. Nach neun Monaten fiel mehr als eine Milliarde Euro operativer Gewinn an, obwohl ebenfalls eine Milliarde Euro für die Sanierung aufgewandt wurden.

Mutige können die positiven Zahlen im Rücken zum Einstieg nutzen, Investierte bleiben dabei.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR


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