Bullenstark investieren
08.03.2021 Fabian Strebin

Commerzbank: Diese Woche könnte der große Ausbruch gelingen

-%
Commerzbank

Aus charttechnischer Sicht ist die Marke von 5,55 Euro für die Commerzbank-Aktie aktuell der Dreh- und Angelpunkt. Ein deutlicher Ausbruch über den Widerstand wäre ein starkes Kaufsignal. Rückenwind könnte in dieser Woche nicht nur aus Deutschland kommen, sondern auch den USA.

Ab heute öffnen in allen Bundesländern bis auf Thüringen wieder Blumenläden, Bücherhandlungen und Gartencenter. In Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein öffnen abhängig von den Inzidenzwerten fast alle Läden. Das sendet ein wichtiges Signal an die Wirtschaft, dass es langsam wieder bergauf geht.

USA auf der Zielgeraden

In den USA wurde hingegen am Samstag das 1,9 Billionen schwere Konjunkturpaket der Biden-Administration im Senat beschlossen. Damit ist die größte Hürde für das Gesetzespaket überwunden und es könnte noch in dieser Woche von Biden selbst unterschrieben werden.

Anleiherenditen könnten weiter steigen

Aufgrund des großen Volumens des Stimuluspakets kamen zuletzt immer wieder Sorgen einer überschießenden Inflation auf. Das zeigte sich auch am starken Anstieg der Anleiherenditen in den USA. Für Banken wie die Commerzbank sind steigende Zinsen jedoch positiv, da sich so die Zinsmarge kurzfristig erhöht. Auch in Deutschland sind die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen zuletzt deutlich höher ausgefallen. Allerdings notieren sie noch immer im negativen Bereich.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Bankaktien könnten diese Woche weiter anziehen, wenn das Konjunkturpaket in trockenen Tüchern ist. Die Wirtschaft soll durch zahlreiche Einzelmaßnahmen wieder Fahrt aufnehmen, was für Banken auch in Europa ein gutes Zeichen wäre.

Investierte Ableger halten die Commerzbank-Aktie weiter, Mutige können eine Position aufbauen und auf einen nachhaltigen Bruch der Marke bei 5,55 Euro setzen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0