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12.08.2014 Andreas Deutsch

Commerzbank, Deutsche Bank & Co: Ein guter Tag für Bank-Aktionäre

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Seltsame Zeiten: Während der DAX am Dienstag die Gewinne des Vortages zu einem großen Teil wieder abgibt, notieren die Aktien von Commerzbank, Deutsche Bank und Aareal Bank im Plus. Für Auftrieb sorgt eine überaus positive Analyse über die amerikanischen Konkurrenten.

Bei den amerikanischen Banken sprudeln die Gewinne. Im zweiten Quartal nahmen die Geldhäuser unter dem Strich 40,24 Milliarden Dollar (30,2 Milliarden Euro) ein, wie das New Yorker Analysehaus SNL Financial berechnet hat. Laut den am späten Montag veröffentlichten Zahlen liegen die Institute mit ihren Profiten nur knapp unter dem 23-Jahreshoch von 40,36 Milliarden Dollar aus dem Auftaktquartal 2013.

Die Erholung der US-Konjunktur kommt den Banken zugute, sie können mehr Geld verleihen und ihre Rücklagen für faule Kredite abbauen. Anleger bleiben aber skeptisch bei Bankaktien. Grund sind hohe Strafen und Regulierungsdruck durch die US-Behörden bei der Aufarbeitung der Skandale, die zur Finanzkrise führten. So soll beispielsweise der Bank of America wegen dubioser Hypotheken-Deals eine Rekordstrafe von bis zu 17 Milliarden Dollar drohen.

Starke Zahlen

In Deutschland überzeugt am Dienstag die Aareal Bank mit gewohnt guten Quartalszahlen. Der Immobilienfinanzierer hat vor allem dank der Übernahme des Konkurrenten Corealcredit deutlich mehr verdient. Das Betriebsergebnis legte im zweiten Quartal um gut 44 Prozent auf 65 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieben 34 Millionen Euro übrig, gut 60 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Neugeschäft drehte die Bank nach einem mit 1,6 Milliarden Euro bescheideneren Auftaktquartal wieder auf. Es kam nun auf ein Volumen von 2,6 Milliarden Euro. Trotz eines wieder wachsenden Wettbewerbs sei die Bank "voll auf Kurs", sagte Vorstandschef Wulf Schumacher.

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So sollten Sie handeln

Die Aareal Bank zählt ohne Frage zu den besten Banken Europas, die Aktie ist ein klarer Kauf mit Kursziel 44 Euro. Hingegen ist die Commerzbank-Aktie auf dem aktuellen Niveau nicht mehr als eine Halte-Position. Die Deutsche Bank hat nach wie vor mit vielen Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen, was wie ein Damoklesschwert über dem Aktienkurs hängt. Trotzdem können mutige Anleger die sehr günstige Bewertung nutzen und den Stoppkurs bei 20,50 Euro setzen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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