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06.02.2014 Michael Schröder

Commerzbank-Aktie: Viva España – 14-Euro-Marke lockt

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Die Commerzbank treibt den Abbau ihrer Problem-Anlagen voran. Deutschlands Nummer zwei unter den Privatbanken fand Käufer für ein 710 Millionen Euro schweres Paket aus vom Ausfall bedrohten Immobilienkrediten in Spanien. An der Börse kam die Nachricht vom weiteren Abbau der Problem-Anlagen gut an. Die DAX-Aktie nimmt weiter Kurs auf die 14-Euro-Marke.

Mit dem nun beschlossenen Geschäft hat die Commerzbank seit Anfang 2013 das Volumen ihrer Problemkredite in Spanien auf rund eine Milliarde Euro halbiert. Dabei muss die Bank den Angaben zufolge einen leichten Verlust hinnehmen. Dieser wird in der Bilanz für das vergangene Jahr verbucht, die die Commerzbank in einer Woche vorlegen will.

Der Verkauf soll die Kapitalbasis der Bank aber um 20 Millionen Euro stärken. Genaue Angaben zu den Käufern machte das Geldhaus nicht und sprach stattdessen nur von internationalen Investoren. Dabei handelt es sich dem Vernehmen nach um Hedgefonds und Finanzinvestoren. Auch zum genauen Verkaufspreis machte die Commerzbank keine Angaben. Insgesamt hat die Bank nun noch gut vier Milliarden Euro in spanischen Immobilienkrediten investiert. Dieses Paket will sie ganz abbauen. Dazu laufen dem Vernehmen nach konkrete Planungen.

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Die Commerzbank hatte im vergangenen Jahr den Abbau von nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten beschleunigt. Ende September hatte die konzerneigene Abwicklungssparte, zu der neben den Immobilienkrediten auch Schiffsfinanzierungen und Staatsanleihen gehören, noch Anlagen über 124 Milliarden Euro in den Büchern, 18 Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Damit hatte die Bank nach neun Monaten bereits ihr Jahresziel, den Bestand unter 125 Milliarden Euro zu drücken, übertroffen. Dabei spielten ihr auch die niedrigen Zinsen und die Jagd von Investoren nach aussichtsreichen Anlagen in die Karten.

Nach dem zwischenzeitlichen Bruch des Aufwärtstrends sind die Ampeln bei der Commerzbank-Aktie aus charttechnischer Sicht wieder auf Grün umgesprungen. Die untere Begrenzung des seit dem Sommer 2013 gültigen Aufwärtstrends verläuft bei knapp über zwölf Euro – heute kratzte die Aktie bereits wieder an der 13-Euro-Marke. Neue Impulse dürfte es spätestens am 13. Februar geben, dann legt Deutschlands Nummer zwei unter den Privatbanken die Zahlen für das vierte Quartal vor.

DER AKTIONÄR hält an seinem Fazit fest: Sollte die Bilanz nächste Woche aber positiv ausfallen, dürfte die Aktie schnell in Richtung 14,00 Euro laufen. Mittelfristig sind dann sogar Kurse um 16 Euro wahrscheinlich. Investierte Anleger bleiben daher zunächst dabei und setzen den Stopp bei 11,50 Euro.

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(Mit Material von dpa-AFX)

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