Lithium-Rallye steht kurz bevor – so profitieren Sie!
Foto: Börsenmedien AG
03.08.2016 Andreas Deutsch

Commerzbank-Aktie für 5,19 Euro

-%
Commerzbank

Tief, tiefer, Commerzbank. Die Aktie von Deutschlands zweitgrößter Bank findet einfach keinen Boden. Viele Analysten halten das Desaster mittlerweile für übertrieben.

Es sind schwere Zeiten für die Commerzbank und ihre Aktionäre. Die niedrigen Zinsen machen der Bank das Leben schwer und haben dazu geführt, dass der Konzern seine Gewinnziele für 2016 nicht erreichen wird. Nun wirft das Handelsblatt (Mittwochsausgabe) eine völlig berechtigte Frage auf: Wie schlecht wird es der Commerzbank erst gehen, wenn die Konjunktur in Deutschland nicht mehr läuft? Denn derzeit beläuft sich die Quote der faulen Kredite in der Commerzbank-Aktie auf gerade mal 1,4 Prozent. Kippt die Konjunktur, wird es Pleiten hageln – und die Quote wird schnell nach oben gehen.

Doch im Kurs der Commerzbank scheint auch diese Angst mittlerweile eingepreist zu sein. Folglich stuft die Deutsche Bank weiterhin mit „Kaufen“ mit einem Kursziel von neun Euro ein. In seiner Studie weist Analyst Benjamin Goy auf erste Anzeichen hin, wonach die Maßnahmen zur Minderung der negativen Auswirkungen des Niedrigzinsumfeldes wirken. Die Blicke richteten sich nun auf die später im Jahr erwarteten mittelfristigen Ziele, da 2016 ohnehin ein Übergangsjahr sei.

Auch Philipp Häßler stuft die Aktie mit „Kaufen“ ein. Allerdings hat der Equinet-Analyst das Kursziel von 10 auf 7,50 Euro gesenkt. Die Bewertung der Aktie hält der Experte aber weiter für zu niedrig.

Stopp beachten

Das KBV beläuft sich aktuell auf 0,3, womit die Commerzbank-Aktie sowohl im historischen als auch im Peer-group-Vergleich günstig bewertet ist. Wer dabei ist, beachtet den Stopp bei 4,20 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.
Die Geschichten des Geldes

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0