9 Aktien abseits von BioNTech, Apple und Amazon!
Foto: Shutterstock
11.08.2021 Carsten Kaletta

Commerzbank: 36 Prozent Luft nach oben

-%
Commerzbank

Die Commerzbank hat mit ihren Zahlen fürs zweite Quartal enttäuscht. So blieb Deutschlands zweitgrößte Privatbank sowohl beim Ergebnis als auch bei den Erträgen hinter den Erwartungen zurück. Ob am Ende des Jahres unter dem Strich schwarze Zahlen in den Büchern stehen, ist zudem unklar. Analysten sehen dennoch Aufwärtspotenzial für die Aktie.

So hat Goldman Sachs das Kursziel für Commerzbank nach Zahlen von 7,50 auf 7,40 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Nach der Vorgabe hätte die Aktie, ausgehend vom aktuellen Niveau, noch 36 Prozent Luft nach oben. Er habe seine Gewinn-Schätzungen nach den Zahlen für das zweite Quartal gesenkt, schrieb Analyst Jernej Omahen in einer am Mittwoch vorliegenden Studie.

Das durchschnittliche Kursziel geben von Bloomberg befragte Analysten bei 6,13 EUR je Commerzbank-Aktie an. Dabei stehen sieben Experten auf der Käuferseite und 14 zeigen sich „Neutral“. Lediglich fünf Analysten raten zum Verkauf des Bankenwertes.

Auch Konzern-Boss Manfred Knof will sich von den jüngsten Rückschlägen nicht vom Kurs abbringen lassen – und die Sanierung der Bank konsequent vorantreiben. „Ich werde sicherstellen, dass alle Hürden schnellstmöglich aus dem Weg geräumt werden. Wir treiben alle strategischen Initiativen entschlossen voran und sind bereit, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen“, erklärte jüngst der neue Mann an der Spitze.

Die Commerzbank-Aktie gewinnt am Mittwoch rund ein Prozent und notiert bei 5,45 Euro.

Commerzbank (WKN: CBK100)

DER AKTIONÄR ist weiterhin durchaus optimistisch für die Commerzbank. Die Hoffnungen ruhen natürlich vor allem auf Manfred Knof und seinen – bereits unter Beweis gestellten – Fähigkeiten als Sanierer. Überwindet die Aktie demnächst die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie (aktuell: 5,51 Euro) ergäbe sich zudem ein frisches Kaufsignal. Für investierte Anleger gilt: Ruhe bewahren und einen Stopp bei 4,80 Euro setzen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.
Die Geschichten des Geldes

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0