Die Papiere des chinesischen Chip-Highflyers Hua Hong stehen am Montag einmal mehr unter Druck. Im heimischen Handel geht es für sie um mehr als fünf Prozent nach unten. Auslöser dafür war ein Bericht, wonach China Alibaba und ByteDance möglicherweise den Kauf neuer Nvidia-Chips erlauben könnte.
Dieser schürt Bedenken, dass die Nachfrage nach Chips chinesischer Hersteller wie Hua Hong darunter leiden könnte. Der tatsächliche Einfluss auf die Nachfrage dürfte jedoch eher gering bleiben, da die High-End-Chips von Nvidia vor allem für das Training von KI-Modellen eingesetzt werden.
Obwohl der chinesische Auftragsfertiger mittlerweile auch über die Technologie verfügt, um 7-Nanometer-Chips für KI-Anwendungen herzustellen, werden diese einerseits überwiegend für Inferenz-Anwendungen genutzt. Andererseits bleibt das Hauptgeschäft von Hua Hong auf Halbleiter für Spezialanwendungen fokussiert – also Chips, die vor allem in der Automobilindustrie oder bei Konsumelektronik benötigt wird.
Die mögliche Lockerung dürfte zudem ein pragmatischer Schritt Pekings sein. Denn Chinas heimische Chipindustrie macht zwar rasche Fortschritte, doch bei Leistung, Verfügbarkeit und dem breiteren KI-Ökosystem bestehen weiterhin Lücken, die man durch Chips von Nvidia schließen kann – und nun anscheinend auch möchte.
Obwohl der Kurs von Hua Hong seit ihrem Allzeithoch im Sommer um mehr als die Hälfte eingebrochen ist, liegen AKTIONÄR-Leser seit der Empfehlung in Ausgabe 02/26 immer noch knapp 60 Prozent vorne. Es gibt deshalb derzeit zwar keinen Handlungsbedarf, doch angesichts des mittlerweile sehr stark angeschlagenen Chartbildes gilt es unbedingt, den Stopp bei 10,00 Euro zu beachten. Welche Aktien aus dem Reich der Mitte jetzt ins Depot gehören und sich mindestens verdoppeln können, erfahren Sie im Börsenbrief China Stock Report.
28.09.2026, 08:15
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