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27.10.2020 Timo Nützel

Chart-Check Gazprom: Die Lage spitzt sich zu

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Gazprom

Die Lage bei Gazprom wird zunehmend ernster. Nicht nur der drohende Lockdown belastet momentan die Aktie. Libyen hat zudem angekündigt, die Ölproduktion anzukurbeln (DER AKTIONÄR berichtete). Der daraus folgende Angebotsüberhang wäre mit fallenden Ölpreisen verbunden. Dementsprechend trübt sich auch das Chartbild von Gazprom immer mehr ein.

Das Chartbild trübt sich ein

Fallende Ölpreise sind natürlich auch schlechte Nachrichten für Gazprom, da niedrigere Ölpreise sich auch im Konzernergebnis des Erdgasriesen niederschlagen. Zudem verfügt man mit Gazprom Neft über eine Tochter, deren Schwerpunkt auf der Ölförderung liegt.

Die Gazprom-Aktie fiel bereits an der XETRA unter wichtige Unterstützungslinien. Das gleiche Szenario droht jetzt ebenfalls an der Heimatbörse in Moskau.

Zum Monatsbeginn durchbrach der Kurs die untere Begrenzungslinie der mittelfristigen Keil-Formation bei 170 Rubel. Seitdem setzte der Wert weiter zurück und steht jetzt in der Unterstützungszone zwischen 158,17 und 163,00 Rubel.

Aufgrund der hohen Trendstärke der bisherigen Abwärtsbewegung (ADX-Indikator) ist es recht wahrscheinlich, dass der Kurs auch unter diese Support-Zone fallen wird. Aus charttechnischer Sicht wäre dann mit einem weiteren Abverkauf bis an die 150-Rubel-Marke zu rechnen.

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Gazprom in Rubel

Bei der Gazprom-Aktie sieht es zunehmend schlechter aus. Weder das Marktumfeld noch das Chartbild machen Hoffnung auf Besserung. Ein Kauf drängt sich daher nicht auf. Wer das Papier bereits im Depot hat, beachtet den Stopp bei 3,20 Euro.

Buchtipp: Regel Nummer 1

Früher war Phil Town wie alle anderen. Er hielt Geldanlage für zu kompliziert, um darin erfolgreich sein zu können. Als ehemaliger Angehöriger der Eliteeinheit Green Berets, der seinen Lebensunterhalt als River Guide verdiente, schien ihm das alles zu undurchsichtig. Um es richtig zu machen – davon war er überzeugt –, müsse man es als Vollzeitjob betreiben. Dann allerdings lernte er die Regel Nummer 1 kennen. Sie ist ganz einfach: „Verliere kein Geld!“ In seinem Klassiker erklärt Town, wie er mithilfe dieser einen Regel in fünf Jahren aus tausend Dollar eine Million machte. Er zeigt, dass „kein Geld verlieren“ an der Börse gleichbedeutend ist mit „mehr Geld verdienen, als man sich je vorgestellt hätte“. Town redet Klartext: „Ich werde Ihre Zeit nicht mit Gelaber verschwenden, nicht mit klugen Geschichten, die Ihnen Sachen sagen, die Sie bereits wissen. Der Deal ist einfach: Ich bringe Sie ans Ziel, und zwar Schritt für Schritt.“
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