19.12.2018 Andreas Deutsch

Ceconomy: minus 75 Prozent - Deutschlands schlechteste Aktie

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Ceconomy
Trendthema

Deutschlands größter Elektronikhändler Ceconomy findet keine Ruhe. Am Mittwoch bricht die Aktie ein weiteres Mal ein, nachdem das Unternehmen keine Dividende für 2017/2018 zahlen wird. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 macht dem Markt keine Hoffnung. Der neue Chef muss Gigantisches leisten.

Nach einem ganz schwachen Jahr 2017/18 hat das Ceconomy-Management fünf Tage vor Weihnachten noch einen Hammer für seine gebeutelten Aktionäre parat: „Für das Geschäftsjahr 2017/18 fehlt es an einer sinnvollen Basis für eine Dividendenausschüttung“, meldet der Elektronikhändler am Mittwoch. „Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, das vorhandene Eigenkapital zu verwenden, um die Transformation des Unternehmens schnellstmöglich voranzutreiben.“

Heißt: Ceconomy wird in Logistik und Computersysteme investieren, um das Unternehmen wieder in die Spur zu bringen. Darüber hinaus will der Vorstand Änderungen in den Verwaltungs- und Zentraleinheiten von MediaMarktSaturn vornehmen.

Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwartet Ceconomy ein leichtes Plus bei den Erlösen. Allerdings dürften sowohl EBITDA als auch EBIT leicht sinken, wenn man die Beiträge aus der Beteiligung am französischen Konkurrenten Fnac Darty abzieht.

(Fast) alle sind raus

Ceconomy steht Ende 2018 ohne Chef und ohne Visionen da, dafür aber mit dem unehrenhaften Titel „Deutschlands schlechteste Aktie“. Kein Wert hat in DAX, MDAX, TecDAX und SDAX schlechter performt als Ceconomy mit minus 75 Prozent. Die Aktie ist ein fallendes Messer, in das derzeit nur Zocker greifen, die nach dem Brutal-Crash auf eine Gegenbewegung setzen wollen.