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08.01.2021 Carsten Kaletta

Carnival-Tochter Aida setzt auf den 6. März

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Carnival

Der Kreuzfahrtanbieter Carnival muss in den USA auf den Neustart warten, nicht viel besser geht es der deutschen Tochter Aida: Wegen der Verlängerung des Lockdowns und der Verschärfung der Corona-Maßnahmen unterbricht die Rostocker Kreuzfahrtreederei die Kreuzfahrtsaison länger als geplant. Man hoffe, diese "nach einer deutlichen Entspannung des Infektionsgeschehens in Deutschland" ab 6. März fortsetzen zu können, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Carnival-Aktie zeigt sich davon im US-Handel recht unbeeindruckt.

Ursprünglich sollten Schiffe schon Mitte Januar wieder rund um die Kanarischen Inseln kreuzen. Das sei wegen der neuen deutschen Corona-Bestimmungen nicht möglich, sagte eine Aida-Sprecherin. Auch andere Regionen könnten wegen der dortigen Situation derzeit nicht angefahren werden. Im März sollen dann Fahrten um die Kanaren, in Nordeuropa und im Mittelmeer den Auftakt machen. Gäste, deren Reisen nicht wie ursprünglich geplant durchgeführt werden können, würden umgehend informiert, heißt es in der Mitteilung. Aida biete Umbuchungen an. 

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben wieder per Telefon und E-Mail erreichbar. Es hatte zuletzt wegen erheblicher IT-Probleme sogar Kreuzfahrten absagen müssen. In den Medien war über einen möglichen Hackerangriff spekuliert worden. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen übernommen. Aida wollte sich zu den Hintergründen nicht äußern.
Carnival (WKN: 120071)

Die Aida-Absage ist vor dem aktuellen Corona-Hintergrund wenig verwunderlich. Die Hoffnungen der Anleger ruhen vielmehr auf einem raschen Durchimpfen der Menschen und einer damit einhergehenden mittelfristigen Gesundung der Branche. Carnival sollte dann als Marktführer von der Sehnsucht und dem Nachholbedarf der Menschen überproportional profieren. Anleger, die der spekulativen Empfehlung des AKTIONÄR (Ausgabe 47/20) gefolgt sind, beachten unbedingt den Stopp-Kurs bei 11,50 Euro. 

Mit Material von dpa-AFX