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12.01.2021 Carsten Kaletta

Carnival: 2021 ist auch "ohne Einnahmen" gesichert

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Carnival

Der Kreuzfahrtanbieter Carnival meldete am Montag für das vierte Quartal einen Nettoverlust von 2,2 Milliarden Dollar. Damit lag man leicht unter den Erwartungen der Analysten. Noch spannender und vor allem wichtiger für die Anleger ist eine Aussage des Finanzchefs David Bernstein zur Liquiditätslage. Denn die macht durchaus Hoffnung.

Laut Bernstein verfügte Carnival Ende des Geschäftsjahres (Ende November) über 9,5 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. Das würde der Carnival-Gruppe auch ohne jegliche Einnahmen durch das Jahr 2021 helfen, betonte er.

Kurzer Rückblick: Carnival musste seit Mitte März letzten Jahres wegen der Pandemie seine Luxus-Dampfer größtenteils stilllegen und ist dadurch tief in die roten Zahlen gerauscht. Wann die gesamte Flotte der Carnival-Marken, zu denen neben Carnival, Aida und Costa auch Cunard, Holland America Line, Princess Cruises, Seabourn sowie P&O zählen, wieder zum Einsatz kommt, dazu will Carnival-Boss Arnold Donald keine konkrete Prognose abgeben. 

Spätestens „bis zum Ende des Jahres“ wolle man wieder mit der gesamten Flotte am Start sein. Einen Wettbewerbsvorteil sieht der Carnival-Chef darin, dass die meisten der Marken die Mehrheit ihrer Kunden aus der näheren Umgebung ihrer wichtigsten Fahrtgebiete rekrutierten. So könnten die einzelnen Marken unabhängig voneinander und von den Entwicklungen in den übrigen Quellmärkten wieder starten.

Hoffnungen machen auch die guten Buchungszahlen: Für die zweite Hälfte 2021 lägen die Zahlen im „historischen Durchschnitt“ und die Nachfrage für 2022 steige stetig. Aktuell liegen die Buchungen für nächstes Jahr über dem Niveau von 2019.

Carnival (WKN: 120071)

Die Aussagen des Carnival-Finanzchefs sind positiv zu werten – Carnival könnte demnach 2021 auch ohne Einnahmen überleben. Und spätestens bis 2022 sollten die Massen-Impfungen zu dem viel zitierten Herden-Effekt führen und damit ein großes Comeback der Kreuzfahrt-Branche ermöglichen. Carnival hat dann als Marktführer beste Chancen, von diesem Szenario überproportional zu profitieren. Die Buchungszahlen der Branche signalisieren, dass die (Urlaubs-)Sehnsucht der Menschen riesengroß ist. Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄR (Ausgabe 47/20) gefolgt sind, liegen im Plus und setzen unbedingt einen Stopp-Kurs bei 11,50 Euro.