27.09.2018 Michel Doepke

Cannabis-Hammer: GW Pharma hebt ab – das steckt dahinter

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Der AKTIONÄR-Top-Tipp GW Pharmaceuticals hat im Sommer die Zulassung für Epidiolex, einem biotechnologisch entwickeltem Wirkstoff auf Cannabis-Basis, gegen zwei seltene Formen der Epilepsie erhalten. Nun der Paukenschlag: Die DEA (Official Drug Enforcement Administration) klassifiziert das Präparat in Kategorie "5". Demnach stuft die Behörde Epidiolex als einen der wenigsten gefährlichen, schädlichen und suchterzeugenden Medikamente überhaupt ein. Vorbörslich geht es bei der Aktie von GW Pharma richtig zur Sache, das Papier markiert ein neues Rekordhoch.

Startschuss gefallen

Wie GW Pharmaceuticals mitteilt, soll das Medikament gegen das Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom bereits in sechs Wochen erhältlich sein. Epidiolex macht nicht "high". Das Präparat basiert auf dem Cannabis-Wirkstoff Cannabidiol (CBD) und enthält kein Tetrahydrocannabinol (THC). Jedoch handelt es sich bei der Einstufung in Kategorie "5" um eine Ausnahme, wie ein DEA-Sprecher gegenüber WTHR verlauten ließ: "Was diese Maßnahme nicht bedeutet, ist, dass andere CBD-Ölprodukte legalisiert werden oder deren Status verändert wird", so Rusty Payne.

In diesem Zusammenhang kommt ein entscheidender Punkt zum Tragen: Epidiolex ist ein biotechnologisch hergestelltes Medikament, welches in umfangreichen Studienprogrammen auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen getestet wurde. Im Anschluss erteilte die US-Gesundheitsbehörde die Zulassung. Dieser Prozess dürfte die Entscheidung der DEA entscheidend beeinflusst haben, Epidiolex in diese Klasse einzustufen.

Neues Kursziel

Aktuell legt GW Pharmaceuticals über acht Prozent zu und markiert ein neues Allzeithoch. Damit wurde das vom AKTIONÄR ausgerufene Kursziel von 150,00 Euro erreicht. Aufgrund der positiven Nachricht bleibt die Einschätzung für GW Pharma bullish. Das Kursziel wird um 20 Prozent auf 175 Euro angehoben, der Stopp sollte auf 115,00 Euro angepasst werden.