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BYD unter Zugzwang: Exportziel steigt auf 1,5 Millionen Fahrzeuge

BYD unter Zugzwang: Exportziel steigt auf 1,5 Millionen Fahrzeuge
Foto: Roman Zaiets/Shutterstock
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Philipp Schleu Heute, 09:03 Philipp Schleu

Auf dem Heimatmarkt gerät der Wachstumsmotor von BYD ins Stottern. Die Antwort des Elektroauto-Bauers ist eine klare Exportoffensive. Der Konzern schraubt seine internationalen Verkaufsziele für das Jahr 2026 deutlich nach oben. Laut Insidern plant das Management nun mit 1,5 Millionen exportierten Fahrzeugen. Das sind 15 Prozent mehr als die noch im Januar anvisierten 1,3 Millionen Stück.

BYD hat Tesla zwar jüngst als größten Elektroauto-Bauer der Welt abgelöst. Doch der harte Preiskampf fordert Tribut. Im vierten Quartal enttäuschte der Konzern mit schwachen Zahlen. Auf Jahressicht sank der Gewinn erstmals seit vier Jahren.

Während der Absatz in China stagniert, entwickeln sich die Exporte zum wichtigsten Lichtblick. Im vergangenen Jahr verkaufte BYD im Ausland bereits über eine Million Autos. Entsprechend deutlich reagieren Experten auf die heimische Schwäche. Die Analysten der Citigroup schätzen, dass das Autogeschäft von BYD in China im ersten Quartal in die Verlustzone rutscht. Das bedeutet: Der Autobauer ist künftig fast vollständig auf Exporte angewiesen, um in seinem Kerngeschäft überhaupt noch Geld zu verdienen.

BYD (WKN: A0M4W9)

Milliarden für Werke und neue Technik

Bisher kommen die Modelle von BYD im Ausland gut an. Doch das Wachstum ist teuer. BYD baut derzeit neue Fabriken in Brasilien, Ungarn und Südostasien auf, um künftige Handelsbarrieren und Zölle zu umgehen.

Gleichzeitig investiert der Konzern massiv in seine Technologie. BYD setzt stark auf die neue Generation seiner sogenannten Blade-Batterie. Ein neues System soll den Akku in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent laden. Nach neun Minuten ist die Batterie nahezu voll. Um diese Technik auf die Straße zu bringen, plant BYD ab 2027 ein eigenes Netz von Ultra-Schnellladestationen außerhalb Chinas.

Der chinesische Heimatmarkt liefert BYD zwar weiterhin viel Volumen, aber keine ausreichenden Margen mehr. Wenn der Aufbau der Auslandsfabriken gelingt und die neue Batterietechnik greift, sichert sich der Konzern seine künftige Profitabilität. Bleibt der Erfolg im Ausland jedoch aus, verliert der Elektro-Gigant seinen wichtigsten finanziellen Motor. Anleger bleiben an Bord.

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