21.11.2016 Thomas Bergmann

Bullenmarkt in Japan - DAX hofft auf Wall Street

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DAX
Trendthema

Ein schwacher Yen und steigende Ölpreise haben zum Wochenauftakt den japanischen Aktienmarkt beflügelt. Seit seinem Jahrestief hat der Nikkei damit mehr als 20 Prozent, was laut Definition einem Bullenmarkt entspricht. In Deutschland ist von Euphorie keine Spur: Trotz - oder vielleicht gerade wegen - Merkels Ankündigung, 2017 erneut zur Kanzlerwahl anzutreten, halten sich die Anleger weiter mit Käufen zurück.

Einigung der OPEC?

Die Dezember-Kontrakte für WTI-Öl und Brent-Öl kletterten am Morgen jeweils um 1,4 Prozent. Anlass zu Optimismus gibt, dass sich die OPEC-Mitglieder auf ihrer Konferenz in Wien am 30. November darauf einigen werden, ihre Ölförderung zu verringern. Der iranische Ölminister Bijan Namdar Zanganeh hatte nach einem Treffen mit dem Generalsekretär der OPEC, Mohammed Barkindo, am Samstag in Teheran geäußert, es sei höchst wahrscheinlich, dass die Mitglieder zu einer Einigung finden werden, wie die Nachrichtenagentur Shana mitteilte.

Leichtes Plus

Immerhin ist der XDAX mit einem kleinen Plus in die neue Handelswoche gestartet. Mit 10.690 Punkten lag er zum Auftakt 26 Zähler über dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag. Damit hat aber auch die schier endlose Hängepartie zwischen 10.200 und 10.800 Punkten weiter Bestand. Solange diese Formation nicht in eine Richtung aufgelöst wird, sollten sich DAX-Trader mit größeren Positionen zurückhalten.

Unterstützung wird der DAX von der Wall Street benötigen. Sollte der Dow Jones die runde Marke von 19.000 Punkten überwinden, ist mit einer Trendbeschleunigung zu rechnen, die wiederum den deutschen Aktienmarkt mitziehen könnte.

Long-Position aktiv

DER AKTIONÄR ist kurz nach den US-Wahlen in den DAX eingestoppt worden. Der Schein mit der WKN DGH1JE (Kaufkurs: 12,31 Euro) notiert zurzeit etwas im Minus. Der Stoppkurs wurde bei 10,30 Euro platziert.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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