Kritische Infrastrukturen wie die Energieversorgung, Finanzsysteme, das Gesundheitswesen und die öffentliche Verwaltung sind aufgrund der zunehmenden Digitalisierung anfällig für Cyberangriffe. Im militärischen Bereich sind satellitenbasierte Technologien ein Grundpfeiler moderner Operationen. Ein Ausfall oder eine Störung würde die sichere Durchführung jeder Mission gefährden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet nun, dass Secunet in diesem Zusammenhang ein großer Rahmenvertrag mit der Bundesregierung winken könnte.
Einem Dokument zufolge, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch allem Anschein nach einsehen konnte, soll der Haushaltsausschuss des Bundestages noch heute grünes Licht für eine entsprechende Vereinbarung mit dem Cybersecurity-Spezialisten geben. Ziel ist es demnach, die Verschlüsselung der Kommunikationsnetze der Bundeswehr zu modernisieren.
Die Lieferungen im Rahmen eines ersten Auftrags im Wert von etwas mehr als 100 Millionen Euro sollen im kommenden Jahr beginnen. Der umfassendere Rahmenvertrag, der auf einer bestehenden Vereinbarung mit dem Unternehmen aufbaut, hat eine Laufzeit von vier Jahren. Dem Dokument zufolge geht es um Aufträge der deutschen Streitkräfte im Gesamtwert von bis zu 1,7 Milliarden Euro. Die Zahlen sind bislang allerdings offiziell unbestätigt.
Zum Einsatz kommen soll die „Sichere Inter-Netzwerk-Architektur“ (SINA), die Secunet gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelt hat. Das speziell für Ministerien, Behörden und Sicherheitsorganisationen entwickelte Ökosystem ermöglicht es, moderne Cloud-Technologien mit höchsten Sicherheitsanforderungen zu nutzen, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen. SINA deckt sämtliche Sicherheitsniveaus ab.
Als deutscher Platzhirsch bei Cybersicherheitslösungen profitiert Secunet von der starken Nachfrage. Diese wird vom Streben nach digitaler Souveränität, der Suche nach sicheren Lösungen zur Abwehr von Cyberbedrohungen sowie der steigenden Nachfrage in den Bereichen Verteidigung und innere Sicherheit angetrieben. Die Aktie erwacht aus ihrer Lethargie. Nach einem Zwischenspurt kratzt der Titel an der Marke von 240 Euro. Bestätigen sich die aktuellen Spekulationen ist eine dynamische Trendfortsetzung nicht auszuschließen. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot auf steigende Kurse bei Secunet.
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Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von Secunet befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG
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