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27.02.2020 Thobias Quaß

Booking im Keller: So finster wird das erste Quartal

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Booking Holdings

Nach der Bekanntgabe der Jahreszahlen fürs abgelaufene Geschäftsjahr sank die Booking-Aktie bis zu sieben Prozent. Auch jetzt notiert das Papier des Online-Reiseanbieters noch bis zu vier Prozent im Minus. Dabei bliebt der Gewinn auf hohem Niveau und der Umsatz stieg sogar um ganze 22 Prozent. Allerdings lässt der Ausblick auf das erste Quartal 2020 den Kurs fast aufs 52-Wochen-Tief stürzen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 erzielte die Booking Holdings einen im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibenden Gewinn von 4,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie stieg aber um elf Prozent auf 102,57 Dollar. Der Konzernumsatz lag im Gesamtjahr 2019 bei 15,1 Milliarden Euro (Plus vier Prozent). Auch das gesamte Buchungsvolumen steig um vier Prozent zum Vorjahr und betrug in 2019 96,4 Milliarden Euro.

Booking Holdings Report: Financial Results for Q4 and Full-Year 2019

Finsterer Ausblick

Die grassierende COVID-19-Epidemie verhagelt dem Touristikkonzern das erste Quartal: Die Umsätze sollen bei 2,64 bis 2,75 Milliarden Dollar liegen, die Analysten gingen von 2,98 Milliarden Dollar aus. Beim EBITDA liegt der Konsens bei 722 Millionen Dollar, Booking hält aber lediglich eine Spanne von 560 bis 590 Millionen Dollar für möglich.

Die Range ist so weit gefasst, da wegen der Unvorhersehbarkeit der Auswirkungen auf den weltweiten Tourismus keine genaue Prognose möglich sei. Die Vorgaben beruhen auf den bisherigen Beobachtungen der Folgen der Krankheitswelle.

„Während die Aussichten für den weltweiten Reiseverkehr in naher Zukunft aufgrund des Coronavirus unsicher sind, werden wir operativ unser Möglichstes tun, um den langfristigen Wert für unsere Stakeholder zu steigern.“

Glenn Fogel, CEO

Im Schlussquartal übertraf Booking noch die Erwartungen. Das EBITDA lag in Q4/2019 bei 1,28 Milliarden Dollar (GAAP-konform) und damit zwei Prozent über dem Konsens (1,25 Milliarden Dollar) und satte 81 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Im Weihnachtsquartal legten die Buchungen insgesamt um 5,9 Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar zu, hier lagen die Erwartungen bei 2,8 Prozent.

Hier geht's zur Pressemitteilung zum Jahresbericht

Die Belastungen des Coronavirus auf die Reisebranche sind gravierend und die Aktie der Hongkonger Booking Holdings bleibt nicht verschont. Ein gutes Jahr 2019 und starke Zahlen reichen nicht, um den Kurs ins Positive zu drehen. Zu eklatant sind die Unterschiede bei den Erwartungen des Konzerns einerseits und der Analysten andererseits.

Investierte Anleger behalten den vom AKTIONÄR gesetzten Stopp bei 1.600 Euro im Auge, dem sich die Booking-Aktie aktuell gefährlich nähert.

Booking Holdings (WKN: A2JEXP)