Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
24.07.2016 Werner Sperber

Börse.de: 240 Prozent mit Amazon.com verdienen

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Amazon
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Börse.de verweist auf die Geschichte des weltgrößten Internet-Handelsunternehmens. Im Jahr 1994 setzte der damals 30-jährige Computerwissenschaftler Jeffrey Bezos die Idee einer Internet-Verkaufsplattform für Bücher um und gründete die Firma cadabra.com. Noch während der Testphase benannte Bezos das Unternehmen in Amazon.com um. Der Name leitet sich tatsächlich von dem südamerikanischen Fluss Amazonas ab. Am 16. Juli 1995 verkaufte Amazon tatsächlich das erste Buch. Danach ging es schnell. Nur einen Monat später verkaufte Amazon Bücher in 45 Länder. Nach einem Jahr erlöste das Unternehmen 15,7 Millionen Dollar. Nach dem erfolgreichen Börsengang im Jahr 1997 verzehnfachten sich die Einnahmen, und es begann der weltweite Siegeszug, der allerdings durch das Platzen der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende abrupt gestoppt wurde. Das Unternehmen stand plötzlich kurz vor dem Ruin. Aus dieser Krise ging Amazon letztlich gestärkt hervor.

Amazon kaufte eine Reihe von Firmen und erweiterte so schrittweise die Angebotspalette. Mittlerweile sorgen weltweit rund 230.000 Mitarbeiter für bequemes Einkaufen per Mausklick, wobei heute so gut wie alles über Amazon bestellt werden kann. Neben Büchern zählen CDs, Unterhaltungselektronik, Sportartikel sowie Mode zum Kernsortiment. Bei den elektronischen Büchern nahm das Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Aus den seit dem Jahr 2007 erhältlichen eBook-Lesegeräten der Marke Kindle sind schließlich eigene Tafel-rechner und Smartphones geworden. Dazu kommen Musik- und Video-Streaming-Dienste sowie umfangreiche Cloud-Services. In einigen US-Metropolregionen liefert Amazon Lebensmittel bis vor die Haustür und hat in diesem Geschäft einen Marktanteil von 22 Prozent. In Deutschland möchte Amazon dieses Angebot ab Herbst in Berlin testen. Amazon testet seit dem Jahr 2013 Drohnen, mit denen langfristig der Zustelldienst revolutioniert werden soll.

Die Zahlen für das vergangene Jahr lagen auf Rekordniveau und der Start ins neue Jahr verlief ebenso gut. Im ersten Quartal des laufenden Jahres erlöste Amazon 29,1 Milliarden Dollar. Das sind 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei verbesserte sich das Nettoergebnis von minus 57 Millionen auf plus 513 Millionen Dollar. Bei einer Konstanz von 94 Prozent legte der Aktienkurs in der vergangenen Dekade um durchschnittlich 33 Prozent pro anno zu. Allerdings gab es auch immer wieder Korrektur-Phasen, die sich jedoch stets als hervorragende Einstiegsgelegenheiten herausstellten. Börse.de rät deshalb zum Kauf der Aktie von Amazon zu höchstens 700 Dollar. Anhand der Kursentwicklung der vergangenen zehn Jahre wird ein Kursziel für das Jahr 2021 von 2.385 Dollar abgeleitet.

Buchtipp: The Four

Cambridge Analytica, Datenleaks, Steuerflucht: Die Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Google – oder wie Marketing-Guru Scott Galloway sie nennt: die vier apokalyptischen Reiter – werden von Skandalen geplagt. Und doch sind sie mächtiger und erfolgreicher als je zuvor. Man kann sie weder ignorieren noch boykottieren. Sie haben mit ihren Geschäftsmodellen die Regeln des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen für Erfolg neu definiert. Scott Galloway führt vor, wie die Vier unsere grundlegenden emotionalen Bedürfnisse mit einer Schnelligkeit und in einem Ausmaß manipulieren, an die andere nicht herankommen. Und er zeigt, welche Lehren man aus ihrem Aufstieg für sein eigenes Unternehmen oder seinen eigenen Job ziehen kann. Ob man mit ihnen konkurrieren, mit ihnen Geschäfte machen oder einfach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird – man muss die Vier verstehen

Autoren: Galloway, Scott
Seitenanzahl: 320
Erscheinungstermin: 05.03.2020
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-682-0