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24.09.2019 Jochen Kauper

BMW sollte Jaguar Land Rover kaufen – Zeit die Aktie einzusammeln?

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BMW

Die BMW-Aktie hinkt der Performance von Volkswagen und Daimler in den letzten Wochen deutlich hinterher. Am Dienstag gab es Neuigkeiten aus den USA: BMW und Zulieferer Bosch müssen sich erneut mit Vorwürfen von US-Klägern wegen angeblicher Abgas-Manipulationen auseinandersetzen. Dennoch: Zuletzt gab es zwei Kaufempfehlungen für die Aktie des Münchner Autobauers. Zeit, die Aktie einzusammeln?

In einem seit März 2018 laufenden Rechtsstreit legte die für hartnäckige Sammelklagen bekannte Kanzlei Hagens Berman am Montag mit einer überarbeiteten Klageschrift nach. Die Klägeranwälte beschuldigen die Unternehmen, mit einer speziellen Software Emissionswerte frisiert zu haben – ähnlich wie Volkswagen im Diesel-Skandal.

BMW und Jaguar Land Rover

Die finanzstarke BMW AG sollte die britische Luxusmarke Jaguar Land Rover vom indischen Unternehmen Tata Motors kaufen. Das legen die Analysten von Sanford C. Bernstein dem neuen BMW-Vorstand Oliver Zipse nahe. "BMW ist überkapitalisiert und schwimmt im Geld. Es ist an die Grenzen des Wachstums für seine Produktpalette und Marke gestoßen", schrieben die Analysten um Max Warburton vor wenigen Tagen.

Auch ein Übernahmeziel hätten die Analysten von Bernstein für BMW parat: Nämlich Jaguar Land Rover (JLR). "JLR ist sowohl operativ als auch finanziell stark herausgefordert, könnte aber sowohl seine fixen als auch seine variablen Kosten unter der Führung eines größeren Partners massiv senken."

Der Kauf von Jaguar Land Rover für 9 Milliarden Pfund (10,2 Milliarden Euro) könnte laut Bernstein das Ergebnis von BMW um 20 Prozenet erhöhen. Es würde auch fast ein Viertel zum Volumen von BMW beitragen, aber "Tata müsste seinen Stolz über Bord werfen, um zu verkaufen", sagten die Analysten.

Ebenfalls positiv für BMW gestimmt ist Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Am Montag hat er seine Anlageempfehlung überarbeitet und die BMW-Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft.

BMW (WKN: 519000)

Fakt ist: Der neue BMW-Chef Oliver Zipse muss schnellstmöglich handeln. In Sachen Elektromobilität, Mobilitätsdienste und autonomes Fahren hinkt der Münchner Autobauer der Konkurrenz hinterher. Die Aktie jedenfalls spiegelt die Entwicklung wider. Im Vergleich zu Daimler und Volkswagen schneidet das Papier im Jahresverlauf bislang schlechter ab.

Nach dem schönen Anstieg von 58,30 Euro auf 65,00 Euro hat die BMW-Aktie wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Die nächsten kleineren horizontalen Widerstände auf dem Weg nach oben liegen bei 67,37 Euro und im Anschluss bei 69,61 Euro. Werden diese Hürden genommen, so kann die BMW-Aktie durchaus bis an die wichtige 200-Tage-Linie bei 72,02 Euro laufen.

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