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Bitcoin: Südkorea will strenger regulieren

Bitcoin: Südkorea will strenger regulieren
Foto: Börsenmedien AG
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Nikolas Kessler 28.12.2017, 16:55 Nikolas Kessler

Der Bitcoin verliert am Donnerstag zeitweise rund zehn Prozent und fällt damit an einigen Börsen unter die Marke von 14.000 Dollar. Ein Grund dafür ist die Ankündigung der südkoreanischen Regierung, den Handel mit Kryptowährungen künftig zu regulieren.

So will das Land unter anderem die Anonymität an Bitcoin-Börsen aufheben. Wer an südkoreanischen Kryptobörsen handeln will, müsste sich dann künftig mit realem Namen registrieren. Das war bislang nicht erforderlich. Dadurch soll die Attraktivität digitaler Währungen für Kriminelle reduziert werden.

Zudem ist ein neues Gesetz geplant, das unter bestimmten Umständen die Schließung von Krypto-Handelsplätzen erlauben soll. Einen Plan zur Besteuerung von Kapitalerträgen aus entsprechenden Handelsgeschäften hatte die Regierung bereits angekündigt. Die Regierung könne die abnormale Situation der Spekulation nicht länger durchgehen lassen, begründete Hong Nam-Ki, Minister für Politikkoordination, die Maßnahmen.

Vorreiterrolle bei Krypto-Themen

Südkorea gilt als ein Zentrum des weltweiten Krypto-Booms: Dort sind mit Bithumb, Coinone und Korbit gleich drei globale Bitcoin-Börsen ansässig. Seit China den Handel mit Kryptowährungen verboten hat, gilt das Land zudem als wichtigster Bitcoin-Handelsplatz in Asien. Laut Schätzungen sollen bereits zwei Millionen der 51 Millionen Südkoreaner Kryptowährungen besitzen – und das, obwohl Bitcoin und Co an südkoreanischen Börsen nach Recherchen des Newsportals bitcoin.com 15 bis 20 Prozent teurer sind als anderswo.

Mehr Regulierung unumgänglich

Auch wenn die Maßnahmen zur Regulierung nach immer schärferen Warnungen durch die südkoreanische Regierung nicht mehr allzu überraschend kommen, belasten sie am Donnerstag zunächst den Kurs von Bitcoin und vielen weiteren Kryptowährungen.

Allerdings können auch Krypto-Befürworter mehr Regulierung durchaus etwas Gutes abgewinnen. So wertete BitSpread-CEO Cederic Jeanson den Schritt der südkoreanischen Behörden im Gespräch mit CNBC positiv. Ein sicheres Umfeld für Investoren zu schaffen, sei ein wichtiges Ziel.

Was sind schon zehn Prozent?

In Relation zu über 1.400 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn und den hohen Kursschwankungen am Weihnachtswochenende sind die heutigen Verluste beim Bitcoin Peanuts und dürften auch diesmal früher oder später für (Nach-) Käufe genutzt werden. Dabei sollten Investoren jedoch die Risiken im Blick behalten. DER AKTIONÄR erwartet, dass die Regulierung im neuen Jahr ein Kernthema im Bereich Kryptowährungen darstellen wird.

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