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Bitcoin schwankt um fast 1.000 Dollar: Das steckt hinter der Berg- und Talfahrt

Bitcoin schwankt um fast 1.000 Dollar: Das steckt hinter der Berg- und Talfahrt
Foto: Börsenmedien AG
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Nikolas Kessler 09.11.2017, 09:15 Nikolas Kessler

Der Bitcoin hat am Mittwochabend bei 7.879 Dollar ein neues Rekordhoch markiert und seien Vorsprung seit Jahresbeginn zeitweise auf rund 950 Prozent ausgebaut. Anschließend ging es mit dem Kurs allerdings kurzzeitig bis auf 7.070 Dollar bergab, ehe er sich stabilisieren konnte. Auf Sicht von 24 Stunden notiert der Bitcoin inzwischen wieder kaum verändert.

Grund für die heftige Berg- und Talfahrt: Eine Gruppe von Unternehmen und Minern, die in den letzten Monaten die SegWit2x-Hardfork vorantrieben, haben das umstrittene Vorhaben am Mittwochabend offiziell abgesagt. „Unglücklicherweise haben wir für eine glatte Erhöhung der Block-Size nicht genügend Vertrauen in der Community aufgebaut. Diesen Pfad weiter zu verfolgen, könnte die Community spalten und Bitcoins Entwicklung umkehren. Das war niemals das Ziel von SegWit2x“, schrieb Mike Belshe, CEO des Bitcoin-Wallet-Anbieters BitGo und einer der prominenten Köpfe hinter der dem SegWit2x-Projekt in einer E-Mail.

Ziel der Maßnahme, die eigentlich um den 16. November aktiv werden sollte, war eine Verdoppelung der Transaktionskapazität von einem Megabyte auf zwei Megabyte. Die teils deutlichen Verzögerungen bei der Durchführung von Transaktionen sollten dadurch reduziert werden. Allerdings hatte es gegen diesen Vorstoß im Vorfeld deutlichen Widerstand in der Community gegeben. Laut Belshe hätten nur rund 30 Prozent der Bitcoin-Miner den Schritt unterstützt.

Quelle: Börsenmedien AG

Quelle: coinmarketcap.com

Spekulation auf „Free Money“ platzt

Wäre die SegWit2x trotzdem durchgeführt worden, hätte es sehr wahrscheinlich eine weitere Spaltung des Bitcoins gegen. Wie zuvor schon bei der Abspaltung von Bitcoin Cash und Bitcoin Gold haben einige Investoren im Vorfeld offenbar genau darauf spekuliert und gehofft, ohne Aufwand neue Coins zu erhalten. Nachdem die Hardfork abgeblasen wurde, haben einige offenbar das Weite gesucht, was zum kurzfristigen Absacken des Bitcoin-Kurses und teils zweistelligen Gewinne bei anderen Kryptocoins wie Ethereum, Dash, Litecoin oder IOTA geführt hat.

Da Bitcoin spätestens seit der Rallye der letzten Wochen in aller Munde ist, haben Investoren die scharfe Korrektur jedoch schnell für Käufe genutzt und den Kurs so gestützt. In zwischen notiert der Bitcoin beinahe exakt auf dem Niveau wie vor 24 Stunden – fast so, als wäre nichts gewesen.

Hochriskante Spekulation

Die heftige Kursbewegung über Nacht zeigt einmal mehr, dass der Handel mit Bitcoins nichts für schwache Nerven ist. Hier sollten nur Zocker aktiv werden, die mit der hohen Volatilität umgehen können und das Risiko eines Totalverlusts nicht scheuen.

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