22.05.2017 Florian Söllner

Bitcoin knackt 2.000-Dollar-Marke: Aber 500.000 Dollar-Ziel „vollständig unseriös“

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Trendthema

Der Höhenflug der Kryptowährung Bitcoin setzt sich fort. In nur einer Woche ist der Wert einer Einheit um weitere 21,7 Prozent auf nunmehr 2.134 Dollar gestiegen. Erst der Beginn? Snapchat-Investor Peter Smith glaubt, der Kurs könne sich bis 2030 auf 500.000 Dollar noch einmal ver-250-fachen. DER AKTIONÄR hat darüber mit Fintech-Experte Professor Roman Beck gesprochen.

DER AKTIONÄR: Herr Prof. Beck, Sie hatten sich bereits im Januar positiv uns gegenüber zu Bitcoin geäußert. Jetzt kursiert ein Ziel von 500.000. Ist das realistisch?

Roman Beck: Nein. Eine Vorhersage dieser Art zu treffen ist vollständig unseriös.

Doch die 1.000 und 2.000 Dollar sind geknackt. Was treibt den Kurs an?

Weitere Länder wie jüngst Japan könnten Bitcoin als legales Zahlungsmittel anerkennen, was die Nachfrage ebenso antreiben wird wie die ersten auf Bitcoin lautenden ETFs, die wieder im Gespräch sind.

Was raten Sie einem Neueinsteiger? Direkt Bitcoin kaufen oder Zertifikate?

Kleinanleger sollten in ETFs investieren, die auf Bitcoin und andere Kryptowährungen aufbauen. Man darf davon ausgehen, dass derlei ETFs noch 2017 kommen werden. Die SEC überprüft gerade ihre Entscheidung, Bitcoin-ETFs nicht zu erlauben, aber vielleicht ist das ja eine Chance auch für andere Länder und Regulatoren, innovativ nach vorne zu gehen.

Welche Kryptowährung hat aus Ihrer Sicht ähnliche Chancen wie Bitcoin?

Neben Bitcoin ist derzeit Ether zu nennen, die Kryptowährung von Ethereum.