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01.06.2018 Michel Doepke

Biotech-Beben bei Highflyer CRISPR Therapeutics: Studie unterbrochen – und jetzt?

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CRISPR THERAPEUT. SF

CRISPR Therapeutics und der Partner Vertex müssen einen herben Dämpfer in der präklinischen Entwicklung einer neuartigen Gentherapie gegen die Sichelzellerkrankung mit der Gen-Schere CRISPR verkraften. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat die Studie vorerst unterbrochen – der Highflyer CRISPR Therapeutics brach gestern bis zu 20 Prozent ein.

Fakt ist: Solche Unterbrechungen finden häufiger statt, um Fragen zu den jeweiligen Studien zwischen den forschenden Unternehmen und zuständigen Behörden zu klären. Trotzdem reagierten die Anleger zurecht verschnupft auf die Nachricht. Denn die CRISPR-Aktie enthält im Bewertungsmodell (zu) viele Vorschusslorbeeren. Eine Bewertung von rund 3,3 Milliarden Dollar ohne eine gestartete klinische Studie – das erinnert an die Zeiten des Neuen Marktes.

Die schier endlose Rallye der letzten Monate bei CRISPR Therapeutics wirft Fragen auf, zumal vergleichbare Konkurrenten wie Editas Medicine oder Intellia wesentlich niedriger an der Börse kapitalisiert werden. Ist es schlichtweg das Wort „CRISPR“ im Firmennamen, das die Anleger in Euphorie versetzt? Fundamentale Gründe für den Kursschub der letzten Wochen gibt es jedenfalls nicht.

Allein schon die Aussicht auf den Start einer ersten Studie mit der Gen-Schere CRISPR/Cas9 scheint die Anleger in Ekstase zu versetzen. Entsprechend scharf korrigieren solche Aktien auch bei negativen Meldungen. Positiv: Der Kurseinbruch konnte im Laufe des Handelstagen auf gut sechs Prozent eingedämmt werden.

Großteil der Gewinne sichern

Nach über 300 Prozent binnen weniger Monate sollten investierte Anleger den Großteil der Kursgewinne vom Tisch nehmen – gerade jetzt, wo die Euphorie durch eine Negativ-Meldung etwas ausgebremst wurde. Eine Mini-Position verbleibt mit einem Stoppkurs mit 45 Euro im Depot.