28.12.2018 Marion Schlegel

Biofrontera mit Erfolg in den USA: Aktie mit Jahresendspurt

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Biofrontera
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Biofrontera ist derzeit in Rechtsstreitigkeiten mit DUSA Pharmaceuticals involviert, was beim U.S. District Court for Massachusetts eingereicht wurde. DUSA hat dabei behauptet, dass bestimmte Biofrontera Mitarbeiter Dokumente verwendet haben, die vertrauliche DUSA-Informationen oder DUSA-Geschäftsgeheimnisse enthalten, so Biofrontera in einer Mitteilung. Im November 2018 hat DUSA das Gericht aufgefordert, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, die Biofrontera auffordert, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, heißt es weiter.

Das Gericht wies den Antrag von DUSA nun weitestgehend ab: Das Gericht wies Dusas Antrag zum Einsammeln und Kopieren von Computern von Biofrontera-Mitarbeitern zurück. Das Gericht wies auch den Antrag von DUSA zurück, Biofrontera anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit bestimmten Kunden einzustellen, erklärt Biofrontera. Somit kann Biofrontera seine Produkte weiterhin ungehindert an alle aktuellen und potenziellen Kunden vermarkten und verkaufen.

Das Gericht hat Biofrontera angewiesen, die Verwendung bestimmter in seinem Besitz befindlicher Dokumente, die DUSA-Informationen zu enthalten scheinen, einzustellen. Vor der gerichtlichen Entscheidung hatte Biofrontera die Mitarbeiter bereits kurz nach Beginn des Rechtsstreits mit DUSA angewiesen, keine Dokumente mehr zu verwenden, die anscheinend von DUSA stammen oder von DUSA erstellt wurden, wenn und soweit einer von ihnen solche Dokumente verwendet hatte, heißt es in der Mitteilung weiter. Biofrontera stellt allerdings klar, dass keines der in diesem Rechtsstreit identifizierten Dokumente vertrauliche DUSA-Informationen oder DUSA-Geschäftsgeheimnisse enthält. Die identifizierten Dokumente sind auch nicht entscheidend für die laufenden Geschäfte von Biofrontera oder für das strategische Wachstum. Biofrontera wird sich weiterhin energisch gegen die Vorwürfe von DUSA wehren.

Die jüngste Entscheidung des Gerichts ist allerdings noch vorläufig, der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Die Aktie von Biofrontera reagierte mit einem deutlichen Kursplus von mehr als drei Prozent auf die Meldung. Sie ist allerdings im Zuge der jüngsten großen Korrekturbewegung unter den Stoppkurs des AKTIONÄR bei 4,90 Euro gefallen und wurde damit mit einem Gewinn von gut 20 Prozent ausgestoppt. Die Aktie wandert vorerst auf die Watchlist.