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Berkshire Hathaway: Buffett-Fehlkauf Kraft Heinz – Greg Abel räumt auf

Berkshire Hathaway: Buffett-Fehlkauf Kraft Heinz – Greg Abel räumt auf
Foto: JHVEPhoto/iStockphoto
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Julian Weber 21.01.2026, 16:20 Julian Weber

Berkshire Hathaways neuer CEO Greg Abel bereitet womöglich den Abschied von Kraft Heinz vor. Eine Pflichtmeldung öffnet die Tür für den Verkauf fast aller Anteile. Die Aktie rutscht ab. Damit könnte sich die Investmentgesellschaft von einer seltenen Fehlinvestition des Altmeisters Warren Buffett trennen.

Berkshire Hathaway zieht sich womöglich aus einem seiner bekanntesten Engagements zurück. Der US-Konzern hat die Möglichkeit registrieren lassen, bis zu 325,4 Millionen Aktien von Kraft Heinz zu veräußern. Das entspricht nahezu dem gesamten Anteil von 27,5 Prozent, der Berkshire auch zum größter Aktionär des Konsumgüterkonzerns macht. Kraft Heinz betonte zwar, die Registrierung bedeute nicht zwangsläufig einen Verkauf. Der Markt fasst die News jedoch anders auf: Die Aktie verliert zur Stunde fünf Prozent, in der Spitze stand sogar ein Minus von 7,5 Prozent.

Der Schritt fällt in eine Phase des Umbruchs. Seit dem 1. Januar führt Greg Abel den Konzern als neuer Vorstandschef. Nun könnte er ein Investment beseitigen, das Warren Buffett rückblickend selbst als Fehler bezeichnete. Buffett hatte 2013 gemeinsam mit 3G Capital Heinz für 28 Milliarden Dollar übernommen und zwei Jahre später mit Kraft fusioniert. Der Deal bewertete den neuen Konzern mit 63 Milliarden Dollar. Seitdem verlor die Aktie rund zwei Drittel ihres Werts.

Berkshire zog zuletzt Konsequenzen. Im vergangenen Jahr nahm der Konzern eine Wertberichtigung von 3,8 Milliarden Dollar vor und gab zuvor die Sitze im Verwaltungsrat ab. Auch der strategische Partner 3G Capital ist bereits ausgestiegen. Parallel plant Kraft Heinz die Aufspaltung in zwei Gesellschaften. Eine soll wachstumsstärkere Marken wie Heinz Ketchup und Philadelphia bündeln, die andere klassische US-Lebensmittel. Buffett hatte sich öffentlich gegen die Trennung gestellt und gegenüber CNBC erklärt, das Zusammenführen sei keine brillante Idee gewesen, das Auseinandernehmen löse die Probleme aber ebenfalls nicht.

Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2)

Die aktuelle Meldung schafft Flexibilität für Berkshire. Die Holding könnte ihre Barstände auf Rekordniveau mit der Veräußerung noch weiter aufstocken. Seit Buffetts Rücktritt bekannt wurde läuft die Aktie jedoch nur seitwärts. Ein Einstieg drängt sich aktuell nicht auf. Ebenso wenig bei Kraft Heinz – die Aktie fiel mit dem Rücksetzer unter den Stoppkurs des AKTIONÄR.

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