10 bullenstarke Aktien für den Renditekick
Foto: Börsenmedien AG, Bayer
25.01.2021 Michel Doepke

Bayer: Nächste Zulassungen – das müssen Sie jetzt wissen

-%
Bayer

In der letzten Woche konnte Bayer einen weiteren Zulassungserfolg für den Top-Seller Rivaroxaban (Xarelto) verbuchen. Der Blutverdünner darf fortan auch zur Behandlung und Rezidivprophylaxe von venösen Thromboembolien bei Kindern in Japan zum Einsatz kommen. Allerdings verliert das Medikament in wenigen Jahren sukzessive den Patentschutz.

Rivaroxaban, das bereits routinemäßig für erwachsene Patienten mit VTE eingesetzt werde, sei der erste zugelassene orale Faktor-Xa-Inhibitor zur Behandlung und Rezidivprophylaxe von VTE bei Kindern, heißt es von Unternehmensseite.

„Das pädiatrische Rivaroxaban-Programm bietet eine vorteilhafte alternative Behandlung für Kinder mit VTE – mit einem Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil, das auf dem bisher umfassendsten abgeschlossenen klinischen Studienprogramm bei Kindern mit Thrombosen basiert.“

Dr. Michael Devoy, Leiter Medical Affairs & Pharmacovigilance der Pharma-Division von Bayer Bayer

Wegbrechende Umsätze drohen

2019 erzielte Bayer mit Xarelto Erlöse von 4,13 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor waren es lediglich 3,63 Milliarden Euro. Analysten gehen davon aus, dass die Leverkusener die Umsätze mit dem Blutverdünner bis 2023 weiter steigern können.

Bayer Geschäftsbericht 2019

Patentschutzverlängerung in Europa

Konkurrenten dürften dann den Markt mit dem Ablauf des Patentschutz mit günstigeren Nachahmer-Präparaten fluten. Der Xarelto-Umsatz von Bayer dürfte also einknicken. Laut einem Bayer-Sprecher liegt inzwischen auch die "Zustimmung der Europäischen Kommission" für Xarelto in der Indikation vor, bei der die Leverkusener vor Kurzem die Zulassung in Japan erhalten haben. Diese "kam am 21. Januar". Damit könne jetzt die Verlängerung beantragt werden; durch die Verlängerung würde der Patentschutz für Xarelto in Europa dann bis April 2024 ausgedehnt, so der Sprecher zum AKTIONÄR.

Bayer (WKN: BAY001)

Bayer rüstet sich in der Pharma-Division bereits für die Zeit nach den Patent-Ausläufen. Die Leverkusener waren in den zurückliegenden Monaten proaktiv unterwegs und haben mehrere Deals respektive Übernahmen eingefädelt. Dennoch: Abseits von der Pharma-Sparte bleiben die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten ein Belastungsfaktor für den Aktienkurs. Anleger sollten das Risiko nicht eingehen und unverändert die Finger von der Aktie lassen.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Bayer - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8