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24.11.2017 Marion Schlegel

Bayer erleidet Rückschlag, Aktie angeschlagen

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Bayer

Während sich die geplante Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto weiter hinzieht, entwickelt sich derzeit auch die Sparte Pharma nicht wunschgemäß. Mit einem Kombinationsprodukt zur Behandlung von Lungenentzündungen hat der Konzern zuletzt einen Rückschlag erlitten. Eine Studie der klinischen Phase 3 mit Amikacin Inhale bei intubierten und mechanisch beatmeten Patienten mit gram-negativer Pneumonie hat ihren primären Endpunkt verfehlt. Amikacin Inhale, das zusätzlich zur Standardtherapie verabreicht wurde, zeigte keine klinische Überlegenheit gegenüber der Standardtherapie in Kombination mit inhaliertem Placebo.

„Die Ergebnisse der INHALE Studie sind enttäuschend, denn Morbidität und Sterblichkeit bei diesen Patienten sind unverändert hoch. Dennoch liefert die Studie wichtige klinische Daten zur besonders schwierig zu behandelnden gram-negativen Pneumonie", sagte Dr. Jörg Möller, Mitglied des Executive Committee der Division Pharmaceuticals von Bayer und Leiter der Entwicklung.

Gram-negative Bakterien sind eine häufige Ursache für Pneumonien bei intubierten und mechanisch beatmeten Patienten. Viele gram-negative Bakterien sind resistent gegen häufig verwendete Antibiotika. Im Krankenhaus erworbene Pneumonien machen bis zu 25 Prozent aller Infektionen bei Patienten auf Intensivstationen aus. Bis zu 90 Prozent dieser im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündungen finden sich bei Patienten, die auf eine mechanische Beatmung angewiesen sind. Beatmete Patienten leiden Studien zufolge 3,8 bis 20-mal häufiger an Pneumonien als nicht beatmete Patienten.

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Wichtige Unterstützungen zuletzt durchbrochen

Die Aktie von Bayer ist zuletzt peu à peu gefallen und hat dabei auch die 200-Tage-Linie und den Support im Bereich von 110 Euro nach unten durchschritten. Wichtig ist nun die Verteidigung des Augusttiefs bei 103,70 Euro. Ein Rutsch darunter würde ein weiteres Verkaufssignal auslösen. DER AKTIONÄR sieht bei Bayer weiterhin keinen Handlungsbedarf. Insbesondere die geplante Übernahme von Monsanto belastet. Im DAX gibt es klar bessere Alternativen.

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